Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 19. Oktober 2018, 05:00

von Andreas Kössl

Eisenbahnkreuzungen werden aufgelassen. Zwei Eisenbahnkreuzungen werden aufgelassen. ÖBB verzichten dafür auf Kostenbeteiligung der Stadt. Kreuzung in Krautberggasse soll Unterführung mit Lift bekommen.

In der Krautberggasse soll der Übergang über die Rudolfsbahnstrecke durch eine Unterführung entschärft werden. Auch ein Lift soll gebaut werden.  |  Kössl

Die ÖBB sind gerade daran, ungesicherte Bahnübergänge zu sichern. Dabei werden auch die Gemeinden in die Pflicht genommen. 50 Prozent der Kosten muss der Straßenerhalter tragen.

Der Stadt Waidhofen hätte dies bei den acht Bahnübergängen der Rudolfsbahn im Gemeindegebiet rund 1,7 Millionen Euro gekostet. Diese Kosten sind nun vom Tisch. In Verhandlungen konnten sich die Stadtverantwortlichen mit den ÖBB darauf einigen, dass der Stadt keine Kosten durch die Sicherungsmaßnahmen erwachsen, wenn die Eisenbahnkreuzungen in der Kupferschmied- und der Seebachgasse aufgelassen werden. In der Krautberggasse soll eine Unterführung mit einem Lift geschaffen werden, wobei die ÖBB den Umbau übernehmen und nur die Erhaltung des Liftes und der Winterdienst bei der Stadt verbleiben würden. Dies wurde in einem Grundsatzbeschluss vom Gemeinderat in der letzten Sitzung einstimmig beschlossen. Die NÖN berichtete.

Bürgermeister Werner Krammer ist mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden. „Die ÖBB möchten Bahnübergänge wegbekommen. Wir verzichten auf zwei Übergänge komplett, wodurch die Kosten, die nun auf uns zukommen, minimal sind.“

Noch nicht geklärt ist die Sicherung der 17 Eisenbahnübergänge auf der Citybahnstrecke. Auch hier entfallen auf den Straßenerhalter 50 Prozent der Kosten. „Wir schauen jetzt einmal, wie es mit der Citybahn weitergeht“, sagt Krammer. Wie berichtet, plädiert der Stadtchef für eine Verkürzung der NÖVOG-Stadtbahn bis zur HTL. Bis Jahresende soll das geklärt sein.