Kampf um Obmannschaft beim Wirtschaftsbund. Unternehmervertretung der Waidhofner Volkspartei wählte Vorstand neu. Beatrix Cmolik setzte sich bei Kampfabstimmung gegen Leopold Stockinger durch.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 20. Februar 2019 (04:00)
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Stadtrat Peter Pfannenstill (l.), Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer (3.v.l.), Wirtschaftskammer-Bezirksstellenleiter Andreas Geierlehner (2.v.r.) und Bezirksobmann Gottfried Pilz (3.v.r.) gratulierten dem neuen Vorstand des Waidhofner Wirtschaftsbundes: Peter Engelbrechtsmüller, Monika Triska, Jürgen Eishold, Beatrix Cmolik, Erich Hofbauer und Fritz Lengauer (v.l.).

Zu einem Wechsel kam es vergangene Woche an der Spitze des Waidhofner Wirtschaftsbundes. Bei der Generalversammlung der ÖVP-Unternehmervertretung im Gasthaus Hehenberger wurde Stadträtin Beatrix Cmolik zur neuen Obfrau gewählt. Sie übernimmt das Amt von Jürgen Eishold, der sich aus beruflichen und familiären Gründen in die zweite Reihe zurückzieht und gemeinsam mit Wirtschaftsstadtrat Peter Engelbrechtsmüller künftig als Obmann-Stellvertreter fungiert.

„Ich leite vier Unternehmen, wobei drei davon in Wien stationiert sind. Außerdem bin ich verheiratet und plane eine Familie zu gründen. Das geht sich nicht alles nebeneinander aus, wenn auch noch die Funktion des Wirtschaftsbundobmannes mit Leben erfüllt werden soll“, sagt Eishold. Außerdem sei er selbst nicht im Gemeinderat vertreten und habe deshalb viel Zeit investieren müssen, um an Informationen zu gelangen.

Seiner Nachfolgerin streut der scheidende Obmann Rosen. „Beatrix Cmolik hat ein gutes soziales Gespür und wird sicher ein gutes Sprachrohr der Innenstadt sein“, sagt Eishold. In der Vergangenheit sei so manches nicht optimal für Waidhofens Unternehmer gelaufen, fügt der 34-Jährige an. „Die Wirtschaft in der Innenstadt wurde hier nicht selten von der Stadt vor vollendete Tatsachen gestellt.“

Zwei Teams in Rennen um die Obmannschaft

Eishold spielt damit auf die Glasfaserarbeiten im Vorjahr an. Als Wirtschaftsbundobmann hatte er damals gegenüber der NÖN scharfe Kritik an VP-Bürgermeister Werner Krammer geübt und von einem „Angriff auf die Innenstadt“ gesprochen. Das sorgte für einigen Wirbel innerhalb der Waidhofner Volkspartei. In trauter Eintracht ging auch der jetzige Wechsel an der Spitze des Waidhofner Wirtschaftsbundes nicht über die Bühne. Neben dem Team rund um Cmolik, Eishold und Engelbrechtsmüller ging nämlich auch noch WVP-Gemeinderat Leopold Stockinger mit Werbeprofi Thomas Wagner und dem scheidenden Finanzstadtrat Peter Pfannenstill als seinen beiden Stellvertretern ins Rennen um die Obmannschaft.

Letztendlich konnte aber das Team um Cmolik die Kampfabstimmung mit einer Zweidrittelmehrheit klar für sich entscheiden. Die neue Obfrau dankte für das entgegengebrachte Vertrauen und rief zu Gemeinsamkeit im Interesse der Wirtschaftstreibenden in Waidhofen auf.