Klimaprotest: „Es geht um die Welt der Zukunft“. Über 100 Personen setzten sich für Klimaschutz ein. Katharina Rogenhofer als Gastrednerin geladen.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 13. November 2019 (03:45)

Man wird in Waidhofen nicht müde, eine effektive Klimapolitik einzufordern: Trotz Kälte und Regen fanden sich am Samstag erneut über 100 Demonstranten in Waidhofen ein, um gemeinsam für den Klimaschutz zu demonstrieren. „Heute kann es regnen, stürmen oder schneien, das wird immer öfter und extremer sein“ – mit diesen Songzeilen, die treffender nicht hätten sein können, zogen die Klimaaktivisten wieder lautstark durch die Waidhofner Mühlstraße.

Für die Kundgebung konnte dieses Mal Katharina Rogenhofer, eine der Mitbegründerinnen der „Fridays for Future“-Bewegung und Sprecherin des Klimavolksbegehrens (liegt derzeit auf Gemeindeämtern auf), begrüßt werden. „Wir stehen vor einer globalen Krise, und das einzige Werkzeug, das uns die Politik in die Hand gibt, ist der Ratschlag ‚Verwende kein Plastiksackerl‘“, sagte Rogenhofer. Bei der Klimadiskussion gehe es nicht nur um Zahlen und da rum, wie viel CO ausgestoßen werde. „Natürlich ist das auch wichtig“, sagte die Klimaaktivistin. „Aber vielmehr geht es darum, in welcher Welt wir in Zukunft leben wollen.“

„Wir stehen vor einer globalen Krise und das einzige Werkzeug, das uns die Politik gibt, ist ‚Verwende kein Plastiksackerl‘.“Katharina Rogenhofer

Sie zeigte in ihrer Ansprache aber auch Zuversicht in die Handlungsfähigkeit der Bevölkerung: „Ich glaube, wenn wir unsere Kräfte bündeln, können wir nicht nur ändern, worüber die Politik spricht, sondern auch, was sie macht“, sagte Rogenhofer. Man sehe bereits jetzt, was die internationale Klimabewegung ausgelöst habe. „2015 hätte niemand gedacht, dass 2019 das Klimathema wahlentscheidend sein wird.“

Ihre Ziele voller Tatkraft weiterverfolgen zu wollen, bestätigten auch die Organisatoren der Waidhofner Klimaproteste. „Wir stehen gegen eine Politik auf, die unsere Lebensgrundlage zerstört“, sagte Elisabeth Austaller. Und Lucia Kößl ergänzte: „Wir wollen nicht wegschauen. Es liegt auch an uns in Waidhofen, wirksame Klimagesetze einzufordern.“

Bei den sogenannten „Blitzlichtern“, bei denen Aktivisten sagten, warum sie für den Klimaschutz auf die Straße gehen, wurde die Zuversicht der Organisatoren, Großes bewegen zu können, bestätigt. „Das Thema Klimaschutz ist Gott sei Dank mittlerweile bei fast allen angekommen“, sagte etwa Karin Schauppenlehner in ihrer Rede. „Nun ist die Bundesregierung am Zug, um von leeren Absichtserklärungen zum Handeln zu kommen.“