Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 17. Januar 2019, 04:00

von Andreas Kössl

Land lässt Geldhahn für Stadt weiter offen. Land NÖ fördert auch 2019 Projekte in Waidhofen. Umsetzung von Vorhaben aus „Stadtprojekt neu“ sind angedacht.

Stadtrat Franz Sommer (WVP), Gemeinderat Karl-Heinz Knoll (FPÖ), Gemeinderat Michael Elsner (UWG), Bürgermeister Werner Krammer (WVP), Stadtrat Erich Leonhartsberger (SPÖ) und Stadtrat Martin Dowalil (FUFU) freuen sich über die Verlängerung.  |  Magistrat

Um Projekte zur Stadtentwicklung von Landesseite gefördert zu bekommen, trat Waidhofen Anfang 2015 der NÖ Stadterneuerung bei. Ende 2018 wäre diese Mitgliedschaft eigentlich ausgelaufen, die Stadt stellte allerdings einen Antrag auf Verlängerung um ein Jahr.

Kürzlich flatterte nun ein Brief von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ins Rathaus, in welchem die Verlängerung der Aktion genehmigt wurde. Damit kann die Stadt auch 2019 Projekte einreichen, welche das Land NÖ dann mit einem bestimmten Prozentsatz bei der Verwirklichung unterstützt. „Wir freuen uns sehr, dass wir wieder dabei sein können und dürfen – wir haben viel vor in Waidhofen“, sagt Bürgermeister Werner Krammer.

Konkret werde es sich wohl um einige Projekte aus dem „Stadtprojekt neu“ von Architekt Ernst Beneder handeln, die im Rahmen der Stadterneuerung heuer umgesetzt werden sollen, meint der Stadtchef. Das „Stadtprojekt neu“ wurde bereits dem Gemeinderat präsentiert und soll im Februar auch der Bevölkerung vorgestellt werden.

Grünraum-Konzept und Synergien mit Ortsteilen

Für überlegenswert hält Krammer auch die Erstellung eines Grünraum-Konzeptes im Rahmen der Stadterneuerung. „Dabei denke ich an ein umfassendes Konzept, das über die gesamte Stadt drübergelegt wird“, sagt der Bürgermeister. „Das reicht von einem Flächenwidmungs- und Bebauungsplan bis hin zu Überlegungen, wo der nächste Gemeinschaftsgarten angelegt werden soll, wo Grünflächen bleiben, Siedlungsränder verlaufen und wie Dachflächen ausschauen sollen. Ich denke, so ein Konzept macht für Waidhofen Sinn.“

Des Weiteren denkt der Stadtchef daran, die Ortsteile im Rahmen der Stadterneuerung mehr mit der Stadt zu verbinden. „Bislang nahmen die Ortsteile einzeln an der Dorferneuerung und die Stadt einzeln an der Stadterneuerung teil. Ich denke, hier sollte man Verbindungen schaffen, wo es Synergien gibt, etwa bei der Siedlungsentwicklung oder der Mobilität“, führt Krammer aus.

Grundlage für die Stadtentwicklung ist das Stadterneuerungskonzept aus dem Jahr 2015, welches eine Vision für die Ybbstalmetropole bis ins Jahr 2030 enthält. Ziel ist es, durch Wachstum in den verschiedensten Bereichen Waidhofens Position als zentrales Versorgungs- und Dienstleistungszentrum des Ybbstals und des angrenzenden Oberösterreichs zu festigen.

Dazu wurden in den letzten Jahren bereits zahlreiche Projekte initiiert und umgesetzt. Honoriert wurde dies 2017 beim NÖ Dorf- und Stadterneuerungsbewerb mit dem ersten Platz in der Kategorie Ganzheitlichkeit sowie einer daraus resultierenden Teilnahme beim europäischen Dorferneuerungspreis.

„Gerade ländliche Gemeinden und Städte stehen heutzutage vor großen Herausforderungen“, sagt Krammer. „Die NÖ Stadterneuerung hat in Waidhofen vieles möglich gemacht.“