Neues Leben für Kropf-Haus: Servicecenter in der Stadt. Bauamt soll aus Hammergasse in das Kropf-Haus in der Innenstadt siedeln.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 18. Januar 2019 (04:00)
NÖN
Acht Jahre steht das Kropf-Haus am Oberen Stadtplatz mittlerweile leer. Nun soll das Bauaumt neues Leben in das Gebäude bringen.

Eine heiße Polit-Debatte entspann sich im Sommer im Waidhofner Gemeinderat um den Kauf des Kropf-Hauses am Oberen Stadtplatz.

Bei einem Sondergemeinderat im Juli beschloss die Bürgermeisterpartei den Rückkauf der unter Denkmalschutz stehenden Innenstadt-Immobilie aus dem 19. Jahrhundert, die sich einst im Besitz der Stadt befand, im Alleingang. Die Opposition konnte zum einen die Dringlichkeit des Kaufs nicht erkennen, zum anderen befand sie den Preis von 270.000 Euro für die Immobilie zu hoch, hatte die Stadt sie doch sieben Jahre zuvor um 250.000 Euro veräußert. Auch ein fehlendes Nutzungskonzept wurde von SPÖ und Liste FUFU heftig bekrittelt.

WVP-Bürgermeister Werner Krammer verteidigte den Hauskauf jedoch als strategische Maßnahme. Auch der Preis sei wirtschaftlich vertretbar. Der Stadtchef kündigte an, im Rahmen des vom Land NÖ geförderten Forschungsprojekts „monumentum ad usum“ gemeinsam mit der Donau-Uni Krems und dem Bundesdenkmalamt Möglichkeiten der Gebäudenutzung durchleuchten und bis Jahresende ein Nutzungskonzept erarbeiten zu wollen.

„Das Kropf-Haus soll zu einer Anlaufstelle für alle Themen rund um die Bereiche Bauen und Wohnen werden“Bürgermeister Werner Krammer.

Dieses Konzept sieht nun vor, dass das Kropf-Haus von der Stadt selbst genutzt werden soll, indem das Bauamt aus der Hammergasse in die Räumlichkeiten des einstigen Gasthauses „Zum Goldenen Ochsen“ übersiedelt.

„Das Kropf-Haus soll zu einer Anlaufstelle für alle Themen rund um die Bereiche Bauen und Wohnen werden“, sagt Bürgermeister Werner Krammer. „Die Idee dahinter ist, das Bürgerservice in der Stadt zu konzentrieren“.

Zu etwa 50 Prozent möchte die Stadt das Gebäude nutzen. Auf der restlichen Fläche soll ein Wohnprojekt realisiert werden. Der Bauhof der Stadt wird weiterhin in der Hammergasse bleiben.

Ebenfalls im Rahmen des Projekts „momentum ad usum“ soll das Alte Rathaus neu entwickelt werden. Eine konkrete Nutzung ist hier allerdings noch nicht in Aussicht. „Als Verbindung zwischen dem Unteren Stadtplatz und dem Hohen Markt hat dieses Gebäude großes Potenzial“, sagt der Stadtchef. „Oberste Priorität hat aber erst einmal das Kropf-Haus.“