Stadt kauft Kröller-Haus für 238.300 Euro

Erstellt am 30. Jänner 2020 | 06:40
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Im Kröller-Haus soll ein Servicecenter für Bauen und Wohnen entstehen. Der Gemeinderat beschloss nun den Kauf der Immobilie.
Foto: Kössl
Stadt kauft Kröller-Haus, um die Magistratsbereiche Bauen und Wohnen dort zu bündeln.

Die Magistratsbereiche für Bauen und Wohnen möchte die Stadt im Kröller-Haus am Unteren Stadtplatz in einem Bau- und Wohnservicecenter bündeln. Ursprünglich war das Kropf-Haus dafür vorgesehen. Hier sollen aber nun ab dem ersten Stock Wohnungen entstehen.

Um dieses Vorhaben umzusetzen, wurde der Ankauf des Kröller-Hauses am Montag dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt. Der Wert der Immobilie wurde auf 243.000 Euro geschätzt. Der Kaufpreis beträgt 238.300 Euro, dazu kommen noch 20.938,36 Euro für Gebühren und Steuern. Obwohl der Ankauf im Wirtschaftsausschuss nur mehrstimmig war, wurde er im Gemeinderat dann einstimmig beschlossen. FUFU-Stadtrat Martin Dowalil begründete die Stimmenthaltung im Ausschuss damit, dass damals noch nicht alle Unterlagen vorgelegen seien. „Anders als beim Kropf-Haus haben wir hier im Vorfeld letztlich aber alle Unterlagen bekommen, die den Kaufpreis nachvollziehbar machen“, sagte Dowalil.

Einstimmig beschlossen wurde auch eine Ermächtigung des Bürgermeisters, damit dieser eine Auftragsvergabe für die Verlegung von Kanal und Wasserleitungen via Direktvergabe durchführen kann. Der geschätzte Auftragswert beläuft sich auf 98.500 Euro. Die ÖBB werden nämlich im Zuge der Auflassung der Eisenbahnkreuzungen in der Kupferschmied- und der Krautberggasse Ersatzmaßnahmen durchführen und die Stadt möchte dabei gleich Infrastruktur mitverlegen. Da die ÖBB mit den Arbeiten nun bereits in der Karwoche starten, ist man gezwungen rasch Vorbereitungsarbeiten zu veranlassen.

Gemeinden übernehmen Pflege des Radwegs

Ebenfalls einstimmig wurde beschlossen, dass die Stadt die Pflege und Erhaltung des Ybbstalradwegs im Gemeindegebiet künftig übernimmt. Dies war bislang nicht eindeutig geklärt. Der Beschluss soll auch in allen anderen sechs Radweg-Gemeinden gefasst werden. Die Gemeinden zahlen dazu jährlich 6.500 Euro in einen Erhaltungsfonds ein. Auch die Wartung von definierten Schlüsselbauwerken entlang der Strecke wird übernommen, wobei sich auf Waidhofner Gemeindegebiet derzeit kein solches befindet.

SPÖ-Verkehrsstadtrat Erich Leonhartsberger regte an, um das Alltagsradfahren am Radweg zu forcieren, die Wintersperre, die im Zuständigkeitsbereich der Gemeinden liegt, überall so kurz wie möglich zu halten und flexibel zu gestalten. Man werde die Anregung an den Gemeindeverband Ybbstalradweg weiterleiten, sagte WVP-Vizebürgermeister Mario Wührer.