Weyer

Erstellt am 13. Juni 2018, 05:01

von Andreas Kössl

DNA-Test belegt: Wolf riss zwei Schafe. Analyse weist Wolfs-DNA bei toten Schafen in Weyer nach. Agrarlandesrat fordert, aktive Bestandsreduktion zu diskutieren.

shutterstock/Scott E Read

Von einem Wolfriss ging die Landwirtschaftskammer OÖ bei den zwei verendeten Schafen aus, die in der Nacht zum 24. Mai in Weyer gefunden worden waren. Die NÖN berichtete.

Nun herrscht Gewissheit. Wie die Oberösterreichischen Nachrichten in ihrer Wochenendausgabe berichten und das Büro des OÖ Agrarlandesrats Max Hiegelsberger auf Nachfrage der NÖN bestätigt, konnte, im Zuge einer DNA-Analyse, bei den zwei analysierten Proben Wolfs-DNA nachgewiesen werden.

„Das Land Oberösterreich leistet selbstverständlich Entschädigungszahlungen für landwirtschaftliche Nutztiere, doch die Sicherheit der Bevölkerung, die Sicherheit unserer Tiere, die Erhaltung der Alpung und des Tourismus haben oberste Priorität“, sagt Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger. „Vor allem in diesen sensiblen und benachteiligten Gebieten, in denen die Bewirtschaftung unbedingt aufrechterhalten werden muss, um der Verwaldung und Entsiedelung vorzubeugen.“

„Auffällige Wölfe müssen entnommen werden, um die Sicherheit jederzeit zu gewährleisten.“Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger

Nun gelte es neben der bereits laufenden Einrichtung regionaler Wolfsbeauftragter auch schnelle Eingriffsmöglichkeiten, im Falle von Problemtieren, zu schaffen. Die aktive Bestandsreduktion müsse offen diskutiert werden, fordert Hiegelsberger „Auffällige Wölfe müssen entnommen werden, um die Sicherheit in Oberösterreich jederzeit zu gewährleisten.“ In der kommenden Woche möchte der Agrarlandesrat zu diesem Thema unter anderem die Schweiz bereisen, um weitere Allianzen zu schmieden. Schließlich sei der Wolf im gesamten Alpenraum ein hochsensibles und brandaktuelles Thema.

Die beiden Schafskadaver wurden in den frühen Morgenstunden des 24. Mai von einer Nachbarin des Schafhalters etwa 20 Meter oberhalb des Bauernhauses gefunden. Die beiden Tiere waren Teil einer rund zehn Schafe umfassenden Herde, die sich auf einer elektrisch gesicherten Weide befand. Gehört oder gesehen hatte niemand etwas.