Weyer

Erstellt am 02. Februar 2019, 03:00

von Leo Lugmayr

Ensemble Les Amis bot „Wiener Schmankerl“. Musik der Strauss-Dynastie und Wiener Lieder, gegeben von hochkarätigen Musikern, sowie eine humorvolle Moderation zeichneten das Konzert des Ensembles Les Amis aus.

Michael Durner, Günter Seifert, Initiator Johannes Sulzer, Roman Prüller, Moderator Harald Haslmayr – auch an der großen Trommel – sowie Martin Hinterndorfer, Jakob Hornbachner und Martin Ortner (v.l.) begeisterten in drei Konzerten in Weyer und Hollenstein.  |  Lugayr

Als leicht bekömmliche Unterhaltungsmusik von Josef Lanner über Johann und Eduard Strauss bis zum Wiener Lied waren das freitägliche Abendkonzert in der Landwirtschaftlichen Fachschule Unterleiten und zwei Konzerte im Weyrer Egererschloss angekündigt worden. Als herzhafte, jeweils zweistündige Musikerlebnisse auf höchstem Niveau erfüllten sie dieses Versprechen.

Mit dem philharmonischen Geiger Günter Seifert, Michael Durner von der Bayerischen Staatsoper, Musikschuldirektor Johannes Sulzer, Cellist Martin Hinterndorfer und Jakob Hornbachner am Kontrabass war die Streicherabteilung auch hochkarätig besetzt. So brachte man etwa Josef Lanners „Tarantelgalopp“, zwei Miniaturen von Antonín Dvořák und den „Kettenbrücken-Walzer“ zum Erklingen.

Der Symphoniker im Unruhestand Martin Ortner erging sich wunderbar in seiner Leidenschaft als Interpret von Wiener Liedern, herrlich unterstützt von Roman Prüller am Akkordeon. Mit Wiener Volksweisen und Liedern von Arik Brauer würzten beide die virtuose Kammermusik, bildeten dazu einen Gegenpol und machten aus dem „Weaner Kind“ auch gleich einmal einen Brüsseler Lobbyisten.

„Zuckergoscherl“ als Zugabe

Ein besonderer Genuss waren die Ausführungen des Grazer Universitätsprofessors Harald Haslmayr als humorvoller Moderator. Als Koryphäe der Wiener Klassik würzte er Hintergrundinformation mit herrlichen Episoden und scheute auch den Griff zur Triangel und zur Großen Trommel nicht.

Als Zugaben entlockte man den Musikern unter anderem Günter Seiferts Komposition „Zuckergoscherl“ und das „Fuhrmanns Abschiedslied“. Diese wurden auch in den Zugaben dem Titel „Wiener Schmankerl“ noch einmal mehr als gerecht. Anhaltender Applaus!