Allhartsberg und Sonntagberg legen zu. Auch Anstieg in Kematen. Einwohnerzahl in den restlichen Ybbstal-Gemeinden ging im letzten Jahr zurück.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 20. Februar 2019 (04:26)
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8.859.992 Menschen haben mit dem Stichtag 1. Jänner 2019 in Österreich gelebt. Das sind um 0,43 Prozent oder 37.725 Personen mehr als ein Jahr davor. Das geht aus vorläufigen Zahlen der Statistik Austria hervor, die am Dienstag der Vorwoche veröffentlicht wurden.

Bevölkerungszuwächse verzeichnet man auch in den Gemeinden des Vorderen Ybbstals. Mit 1,85 Prozent (39 Einwohner) gab es die größte Steigerung in Allhartsberg, gefolgt von 0,65 Prozent in Sonntagberg (25 Einwohner) und 0,34 Prozent in Kematen (9 Einwohner).

In den restlichen Ybbstal-Gemeinden ging die Einwohnerzahl 2018 zurück. Am höchsten ist der Rückgang mit einem Minus von 5,28 Prozent (29 Einwohner) in St. Georgen/Reith, gefolgt von Opponitz mit einem Minus von 3,84 Prozent (35 Einwohner). 0,63 Prozent beträgt der Bevölkerungsrückgang in der Stadt Waidhofen. Das sind 71 Einwohner weniger als noch vor einem Jahr. Ein Einwohnerminus von einem Prozent oder 34 Einwohnern gab es in Ybbsitz, einen minimalen Rückgang von 0,18 Prozent bzw. drei Einwohnern in Hollenstein.

Sonntagberg kratzt an 4.000er-Schwelle

Betrachtet man im Ybbstal die langfristige Entwicklung, so ergibt sich ein sehr unterschiedliches Bild. In Waidhofen zählte man im Jahr 2002 11.664 Einwohner und steigerte sich bis 2005 auf 11.803 Einwohner. Von da an ging die Einwohnerzahl jedoch stetig zurück. Lediglich in den Jahren 2015 und 2016 gab es ein Plus von 58 bzw. 29 Einwohnern.

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Einwohnermäßig zulegen konnten nur die Gemeinden Allhartsberg und Kematen. Während man in Allhartsberg 2002 noch 1.776 Einwohner zählte, liegt man zu Jahresanfang nun bei 2.147 Einwohnern. In Kematen lag man 2002 bei 2.444 Einwohnern, Anfang 2019 sind es nun 2.634.

In Sonntagberg erreichte man Anfang 2013 den absoluten Tiefststand von 3.782 Einwohnern (2002: 4.248). Seitdem ist die Gemeinde wieder auf Wachstumskurs. Derzeit liegt man bei 3.854 Einwohnern. Damit ist man von der 4.000er-Grenze gar nicht mehr so weit weg.

Stetig im Sinken ist die Bevölkerungszahl in Ybbsitz. Zählte man 2002 noch 3.792 Einwohner, liegt man jetzt bei 3.411. Relativ konstant ist die Einwohnerzahl mit derzeit 1.703 seit dem Jahr 2013 in Hollenstein. Davor ging es seit 2002 (1.890 Einwohner) auch hier stetig etwas bergab.

953 Einwohner zählte man 2002 in Opponitz. 2006 wurde man dann mit 1.019 kurz vierstellig (Höchststand 2009: 1.029), ehe es dann wieder runter ging. Derzeit hat man mit 912 Einwohnern den niedrigsten Wert seit 2002. Hier dürfte sich ähnlich wie in St. Georgen/Reith das Abebben der Flüchtlingswelle bemerkbar machen. In der kleinsten Gemeinde des Bezirks lag man 2002 bei 594 Einwohnern. Dann ging es stetig bergab – bis zum Jahr 2015, als in St. Georgen/Reith das Flüchtlingsquartier öffnete. Dem folgte Anfang 2016 ein Höchstwert von 599 Einwohnern. Mittlerweile ist das Flüchtlingsheim wieder geschlossen und die Einwohnerzahl liegt bei 549 – dem niedrigsten Wert seit 2002.