Altstoffsammelzentren: FPÖ gegen längere Entsorgungswege

Bezirksparteiobmann Schnabel befürchtet ASZ-Zusammenlegung im Oberen Ybbstal und will Infos über neues Konzept.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 04:12

Um die Trennmoral beim Müll wieder zu heben, ist der Gemeinde Dienstleistungsverband der Region Amstetten (gda) gerade dabei, das ASZ-Konzept für den Bezirk Amstetten zu überarbeiten. Auch gemeindeübergreifende Systeme und damit verbunden die Zusammenführung von Altstoffsammelzentren zu Wertstoffzentren stehen dabei zur Diskussion.

Wie die NÖN berichtete, fürchtet FPÖ-Bezirksparteiobmann Alexander Schnabel eine Zusammenlegung der Altstoffsammelzentren St. Georgen/Reith, Hollenstein und Opponitz. Der Opponitzer FPÖ-Gemeinderat, der sich klar gegen derartige Überlegungen ausspricht, meldet sich nun erneut zu Wort. „Ich fordere Landtagsabgeordneten Anton Kasser als Vorsitzenden des Umweltpräsidiums auf, der Bevölkerung, wie von ihm angekündigt, ein ASZ-Konzept vorzulegen“, sagt Schnabel. „Für mich als Gemeinderat ist klar, dass unser bestens ausgebautes und gut zugängliches ASZ erhalten bleiben muss. Ich bleibe bei meiner Meinung, dass es komplett sinnbefreit ist, den Abfall quer durch das Ybbstal zu karren, um ihn dann anschließend zu verwerten.“ Anstatt ÖVP-Geheimsitzungen abzuhalten, sei es höchste Zeit, mit offenen Karten zu spielen und die Bevölkerung des Ybbstals über das geplante Konzept detailliert zu informieren, fordert Schnabel.

„Das Konzept ist noch in Arbeit. Es geht schließlich um Qualität und nicht um schnelle Lösungen“, sagt gda-Obmann Anton Kasser. „Das Ergebnis werden wir zu gegebener Zeit präsentieren.“ Auch mit der Stadt Waidhofen, die ihr Wertstoffsammelzentrum im Wirtschaftspark Kreilhof neu errichtet, aber nicht im gda ist, gebe es noch Gespräche, berichtet Kasser und meint: „Den Bürgern sind die Entfernungen eher egal. Wichtig ist die leichte Zugänglichkeit.“