Landschaft voller Leben: Goldenen Igel für Waidhofen. Waidhofen legt großen Wert auf naturnahe Grünräume. Dafür erhielt sie Goldenen Igel.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 28. Mai 2020 (03:49)
Vizebürgermeister Mario Wührer, Stadtförster Georg Brenn und Werner Krammer (von links) beim revitalisierten Biotop am Buchenberg.
Magistrat/Engleder

Knapp 45.000 Tier- und 3.500 Pflanzenarten gibt es in Österreich – viele dieser sind jedoch zunehmend gefährdet. Genau daran, dass wichtige Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten in ihrer Existenz bedroht sind, erinnert der Tag der Artenvielfalt am 22. Mai.

Auch in der Stadt Waidhofen „gedachte“ man diesem Tag. Bürgermeister Werner Krammer und Vizebürgermeister Mario Wührer besuchten gemeinsam mit Stadtförster Georg Brenn das revitalisierte Biotop im Naturpark Waidhofen/Ybbstal. Insgesamt gibt es in ganz Österreich 46 Naturparke, einer davon ist jener im Ybbstal. Hier will man, genauso wie auch in den anderen Naturparken, eine „Landschaft voller Leben“ erhalten, die Artenvielfalt fördern und dem Artensterben entgegenwirken.

„Im Naturpark Waidhofen/Ybbstal steht der Schutz des Steinkrebses im Vordergrund“, informieren Bürgermeister Werner Krammer und Vizebürgermeister Mario Wührer. „Auch die Waldgärten am Buchenberg, die bienenfreundlichen Wiesenflächen sowie Steinwürfe und die revitalisierten Biotope tragen zur Biodiversität bei.“

„Goldener Igel“ für ökologisches Garteln

Aber nicht nur im Naturpark wird auf die Natur großer Wert gelegt – auch die Bewirtschaftung der Stadtgärten erfolgt möglichst naturnah. Diese Bemühungen wurden heuer zum erneuten Mal mit dem „Goldenen Igel“, der höchsten Auszeichnung der Initiative „Natur im Garten“, bedacht.

Die Freude über den Goldenen Igel ist bei Umweltstadtrat Fritz Hintsteiner, dem Leiter der Umweltabteilung Thomas Fleischanderl, Bürgermeister Werner Krammer, „Natur im Garten“-Experten Bernhard Haidler, Stadtgärtner Jan-Michael Fabian und „Natur im Garten“-Geschäftsführerin Christa Lackner (von links) groß.
Magistrat/Engleder

Dieses Qualitätssiegel wurde der Stadt verliehen, weil sie sich einerseits verpflichtet, ihre Grünräume nach den vorgegebenen „Natur im Garten“-Kriterien (Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Dünger sowie auf Torf) zu bewirtschaften, andererseits ihre Maßnahmen auch ständig dokumentiert und einer Evaluation unterzieht. „Die besonderen Aspekte der ökologischen Grünraumpflege nach ‚Natur im Garten‘-Kriterien vermitteln wir in erster Linie durch unseren Schaugarten, den Schlosspark. Aber auch bei allen anderen Parkanlagen und Grünräumen steht naturnahes Gärtnern im Vordergrund“, erklärt Bürgermeister Werner Krammer.

Auch wenn die für heuer geplanten Gartentage aufgrund des Coronavirus abgesagt werden mussten, freut man sich schon auf den Ersatztermin im kommenden Jahr: Bei Rundgängen kann man sich von der ökologischen Bewirtschaftung der Stadtgärten selbst überzeugen. Auch Privatgärten werden Einblicke hinter sonst verschlossene Gartentore gewähren.