Zwettl

Erstellt am 20. Januar 2019, 04:00

von NÖN Redaktion

„Zwettler“ investiert kräftig. Neue Lagerhalle in Zwettl und die Verdoppelung der Kapazität in Brauwerkstatt Weitra geplant.

Geschäfsführer Karl Schwarz von der Privatbrauerei Zwettl will auch im kommenden Jahr großen Wert auf Rohstoffe aus der Region legen, dazu gehören die wesentlichen Rohstoffe Hopfen und Gerste. Er ist mit dem vergangenen Jahr sehr zufrieden und plant für 2019 Investitionen von zehn Millionen Euro.  |  Thomas Topf/Waldviertel Tourismus

Ein erfreuliches Wachstum konnten die Privatbrauerei Zwettl und die zum Unternehmensverbund gehörende Bierwerkstatt Weitra auch im Jahr 2018 verbuchen. Während der lange und heiße Sommer sich auf den Bierkonsum positiv auswirkte, werden die klimatischen Bedingungen für die zum Brauen notwendigen Rohstoffe Hopfen und Gerste jedoch immer schwieriger.

„Wir sind gut unterwegs und wachsen in einem gesättigten Markt und treffen dabei auch bereits Vorkehrungen für eine erfolgreiche Zukunft“, erklärt Geschäftsführer Karl Schwarz. Damit meint er die Erweiterung von Kapazitäten und die Absicherung von Rohstoffen aus dem Waldviertel sowie ein starkes Engagement zum Schutz des heimischen Wassers und Investitionen in erneuerbare Energie.

„Wir verdienen in und mit unserer Region und geben ihr auch etwas zurück“, erklärt er zu diesem Thema. Daher engagiert sich das Unternehmen durch die Übernahme einer Partnerschaft beim Neptun-Wasserpreis des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und sichert die Rohstoffe Hopfen und Braugerste durch langfristige Verträge mit Bauern aus der Region ab.

„Die Biere der Brauwerkstatt Weitra sind zwar sehr begehrt, aber auch sehr oft ausgetrunken“Zwettler-Chef Karl Schwarz erklärt Investitionen in Höhe von 3,5 Millionen Euro in die Brauwerkstatt Weitra.

Konkret trug zum Erfolg des Vorjahres zum Beispiel die Einführung des beliebten Zwickl-Bieres in der 0,5 l Flasche im Lebensmittelhandel bei, aber auch der Klassiker „Export-Lager“ erfreute sich zunehmender Beliebtheit (plus 6,7 Prozent).

zVg

2019 wird es auch wieder beträchtliche Investitionen geben. Rund 3,5 Millionen Euro werden in der Brauwerkstatt Weitra investiert, deren Biere laut Schwarz „zwar sehr begehrt aber auch sehr oft ausgetrunken sind“. Die Kapazität soll von derzeit 16.000 Hektoliter pro Jahr nahezu verdoppelt werden. Dafür wird eben in einen neuen Gär- und Lagerkeller, eine neue Würzpfanne mit Energierückgewinnung sowie eine Kühlung für Lagertanks und Gärbottiche investiert.

Gleichzeitig bekommen die Biere aus Weitra neue Flaschenetiketten und Sechser-Träger. Auch der Online-Auftritt wird verbessert, immerhin wird heute Weitra Bräu, das früher ausschließlich lokale Bedeutung hatte, bereits zu mehr als zwei Drittel der Verkaufsmenge außerhalb des Waldviertels abgesetzt, vor allem in Wien.

In der Privatbrauerei Zwettl werden 2019 6,5 Millionen Euro für die Errichtung einer 6.000 m großen Lagerhalle investiert. Ein Teil davon wird als Bürofläche fremdvermietet, auch der von der Brauerei Zwettl vor einem Jahr übernommene Weinfachhändler „Hauptsache Wein“ zieht inklusive einer Vinothek ein. Die Dachfläche der neuen Halle wird mit einer 430 Kwpeak-Photovoltaikanlage ausgestattet.

Eigenes Bier für gewisse Lokale

Exklusiv für die 220 Betriebe der NÖ-Wirtshauskultur wird ein besonderes Bier eingebraut, das Mitte April präsentiert werden soll. Generell bleibt der Fokus auf heimische Gastronomiebetriebe bestehen, in Wien konnte im Vorjahr auch das 4-Hauben Lokal von Konstantin Filippou als Kunde gewonnen werden.