Kunstvolle Knusperhäuser im Stift Zwettl ausgestellt

Erstellt am 23. November 2017 | 05:01
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Zur feierlichen Eröffnung der 23. Ausstellung von kunstvollen Lebkuchenhäuschen in der Orangerie Stift Zwettl kamen auch (v. l.) Nationalratsabgeordnete Angela Fichtinger, Bezirkshauptmann Michael Widermann, Abt Johannes Maria Szypulski, der Veranstalter Konditormeister Peter Forstner, WK-Präsident Christoph Leitl, Stadtrat Gerald Knödlstorfer und Dieter Holzer, WK-Obmann Zwettl.
Foto: Maria Moll
In der Orangerie des Stiftes Zwettl sind Lebkuchenhäuser ausgestellt. Modelle dafür kamen aus der Ukraine, Schweden, Norwegen, Belgien und Kanada.

Die „Lebkuchen- und Knusperhäuser-Kunst-Ausstellung“ in der Orangerie des Stiftes Zwettl, die am 14. November feierlich eröffnet wurde, hat das Motto „Kunterbunt um’s Erdenrund“. Dieses Thema orientiert sich an einer Veranstaltung im Jahre 2001. Damals waren zehn Gattinnen von in Österreich akkreditierten Botschaftern durch Konditormeister Peter Forstner nach Lubereck eingeladen worden, um dort Lebkuchenhäuser zu bauen.

„Einzig die Dame aus der Slowakei kannte diesen Brauch der Vorweihnachtszeit“, erzählte der Unternehmer bei der Ausstellungseröffnung. „Die Italienerin kannte den Lebkuchen, aber nicht, dass man damit Häuschen bauen kann. Für alle anderen war das Medium neu. Aber jedes Haus besitzt etwas Landestypisches“, so Forstner.

Heuer im Jänner fiel die Entscheidung, für die diesjährige Ausstellung die Kunstwerke der zehn Damen zum Vorbild zu nehmen und einige weitere dazu zu gestalten. Häuschen nach Mustern aus der Ukraine, Schweden, Norwegen und Belgien bereichern die Sammlung. Das Hauptobjekt entstand nach einem in Kanada preisgekrönten Modell.

Ausstellung weckt Kindheitserinnerungen

„Mit ,Kunterbunt um’s Erdenrund‘ hat Peter Forstner einerseits weit über den Tellerrand hinausgeschaut, andererseits mit dem Lebkuchen die Tradition gepflegt“, stellte Bezirkshauptmann und Schirmherr Michael Widermann fest. Den Duft des Backwerks, „das alle Sinne anspricht“, lobte auch Abt Johannes Maria Szypulski.

„Wir alle werden durch diese Ausstellung innerlich berührt, weil uns die Lebkuchenhäuser an die Vorweihnachtszeit unserer Kindheit erinnern“, sagte er. Und: „In ein paar Tagen feiern wir den Elisabethsonntag, an dem wir besonders an die Armen denken. Papst Franziskus hat diesen zum Welttag der Armen ausgerufen.“ Der Abt betonte: „Ein Haus zu haben, sich zuhause zu fühlen, das sollte jedem gewährt sein.“

Ausstellung bis 17. Dezember

Nationalratsabgeordnete Angela Fichtinger bezeichnete die Ausstellung als „die Veranstaltung, die uns auf den Advent einstimmt“. Dann nahm Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl in seiner Eröffnungsrede auf die Worte des Abtes Bezug: „Es passt sehr gut in diese Advent- und Vorweihnachtszeit hinein, sich dessen bewusst zu sein, was wir an diesem Land haben. Ich vergönne dem Stift sehr herzlich diesen Menschen Forstner, der mit dem Kopf denkt und plant, die Hände führen das dann aus und mit dem Herzen ist er dabei.“

Die Ausstellung kunstvoller Lebkuchenhäuschen ist bis 17. Dezember jeweils von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen. Erwachsene zahlen drei Euro, Kinder bis 12 Jahren haben freien Eintritt.