Vandalismus vor Gericht. Duo stand wegen Sachbeschädigung vor Gericht und erzählte zwei Versionen.

Von Markus Füxl. Erstellt am 21. Januar 2021 (05:36)
Vandalismus in Allentsteig: Ein 18-Jähriger riss einen Mistkübel aus und schmiss mehrere Ausstellungsstücke des Lagerhauses um.
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Nach reichlich Alkohol endete ein nächtlicher Spaziergang vor dem Zwettler Bezirksgericht.

Angeklagt war ein in Waidhofen geborener 18-Jähriger sowie als Zweitangeklagter ein 19-Jähriger aus der Gemeinde Allentsteig. Die beiden spazierten im Sommer 2020 mit einer Freundin durch Allentsteig. Dabei wurde ein Mistkübel zerstört und beim Lagerhaus-Areal eine Schaumauer umgeschmissen sowie ein Schaustück und ein Kunstrasenstück weggeworfen. Der Gemeinde entstand ein Schaden von 190 Euro, dem Lagerhaus von 85 Euro. Der 19-Jährige und seine Verteidigerin erklärten, dass der 18-Jährige dafür verantwortlich gewesen sei. Dieser gab zu, den Mistkübel ausgerissen zu haben. Warum, wusste er nicht mehr: „Ich habe eine halbe Flasche Wein und eine Flasche Wodka getrunken“, erzählte er. Der Richter antwortete: „Da noch stehen zu können, ist beachtlich.“

Beziehung ging in die Brüche 

Für die Randale beim Lagerhaus machte wiederum der 18-Jährige den Allentsteiger verantwortlich. Eine Zeugin, die damals 17-jährige Lebensgefährtin des 18-Jährigen, habe aber gesehen, wie ihr Ex-Freund einen Stein weggeworfen und die Wand umgedrückt habe. Der Zweitangeklagte sei weiter entfernt gestanden. Mittlerweile habe sie sich auch vom 18-Jährigen getrennt, sagte sie: „Ich will nicht noch mehr Probleme.“

Der Richter stützte sich in seinem Urteil auf die Zeugenaussage, sprach den Zweitangeklagten frei und den 18-Jährigen der Sachbeschädigung schuldig. Er verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe über 300 Euro. Außerdem muss er den Schaden für Gemeinde und Lagerhaus bezahlen.