Internationale Gedenkfeier am Truppenübungsplatz

Erstellt am 30. April 2018 | 05:00
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7232771_zwe17nord_gedenkfeier_tuepl_fo.jpg
Gedachten am Truppenübungsplatz Allentsteig den Verstorbenen des ehemaligen Offizierslagers in Edelbach: Der Präsident der Österreichisch-Polnischen Gesellschaft Theodor Kanitzer, Truppenübungsplatz (TÜPL) Allentsteig Kommandant Konstantin Lütgendorf, der Niederösterreichische Militärkommandant Martin Jawurek, Generalmajor i.R. Karl Semlitsch, Arielle Saint-Paul und ihr Mann, Frankreichs Botschafter Francois Saint-Paul, Kommandant der Landstreitkräfte Frankreichs Leutnant Patrick Allabergère, Präsident von „Mémoire et Avenir“ Pierre Waendendries, Kommandant der Landstreitkräfte Österreichs Generalleutnant Franz Reißner und Präsident von „Partner aller Nationen“ Hermann Mückler.
Foto: NÖN
Über 5.000 Offiziere waren zwischen 1940 und 1945 in Edelbach gefangen. Die meisten von ihnen waren Franzosen, aber auch Polen waren dort.

Zu einer Gedenkfeier anlässlich der Befreiung des ehemaligen Offizierslagers in Edelbach 1945 lud der Kommandant der Landstreitkräfte Franz Reissner, am 17. April auf den Truppenübungsplatz Allentsteig.

An der Feier nahmen Abordnungen aus Frankreich, Polen und des Österreichischen Bundesheeres, sowie Verwandte der verstorbenen und vermissten Soldaten teil. Unter den Besuchern waren der französische General Patrik Alabergere, der französische Botschafter François Saint-Paul, der Präsident der Vereinigung „Mémoire at Avenir“ Pierre Waendendries und der ehemalige Kommandant des Militärkommandos Wien, Karl Semlitsch.

5.000 Offiziere waren in Edelbach gefangen

Die Wirren der letzten Kriegswochen des Zweiten Weltkriegs betrafen auch das Offizierslager in Edelbach. Der Standort diente von 1940 bis 1945 als Kriegsgefangenenlager für über 5.000, meist französische, aber auch polnische, Offiziere. Weil die Rote Armee immer weiter vorrückte, begann die Deutsche Wehrmacht am 17. April, das Lager zu räumen. Die marschfähigen Insassen zogen in den Raum Gratzen, das heutige Nove Hrady im südlichen Tschechien.

Bei Kriegsende am 8. Mai 1945 wurden die französischen Offiziere von den Siegesmächten über Linz/Hörsching in ihre Heimat nach Frankreich zurückgebracht.