Konzertstätte lebt wieder: Auf Spuren des Avalon

Erstellt am 23. September 2022 | 04:37
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Foto: privat
Nach langer Vorbereitung startet „lichtspiel Allentsteig“ in seine erste Saison.

Das Warten hat ein Ende. Nach Jahren der Sanierung und Planung öffnet das alte Allentsteiger Kino als „lichtspiel Allentsteig“ wieder seine Pforten und tritt damit die Nachfolge des legendären „Avalon“ an. Am 24. September wird erstmals wieder eine Veranstaltung im Gebäude stattfinden. Die Ehre des Eröffnungskonzertes gebührt der Singer-Songwriter-Band „Ramasuri“.

Für den Verein „aL!VE“, der hinter „lichtspiel Allentsteig“ steht, beginnt damit ebenfalls ein neues Kapitel. Die vergangenen zehn Jahre waren zu großen Teilen der Sanierung und Planung des Kinos gewidmet. 2016 wurde sogar eine Crowd funding-Kampagne zur Finanzierung gestartet. Am Ende hatte es doch etwas länger gedauert als ursprünglich geplant. Erschwerend bremste auch die Hagelkatastrophe vom Juni 2021 die Wiedereröffnungspläne ein, nachdem das Dach vom Eis zertrümmert wurde.

Nun steht dem Neustart aber nichts mehr im Wege. Als Zentrum für die kommenden Veranstaltungen wurde der sogenannte „Nordtrakt“ renoviert. Zu diesem gehört in erster Linie ein multifunktionaler „Community-Raum“, der Platz für 80 Personen bietet. Viel Arbeit floss zudem in den Eingangsbereich mit Foyer und Bar. Der ehemalige Kinosaal bleibt dagegen vorerst noch geschlossen. „Dieser ist noch eine Baustelle, ist aber Teil der nächsten Ausbaustufe“, berichtet Vereinsmitglied Christian Pfabigan. Viel zu tun gibt es also trotzdem noch.

Der Grundstein zum Wiederaufflammen der Jugendkultur liegt aber. Vor allem Konzerte sollen wieder zahlreiche junge Menschen nach Allentsteig locken. Den Anfang macht wie erwähnt „Ramasuri“. Am 22. Oktober ist ein Doppelkonzert der „Stoner-Rockbands“ „Speck“ und „Liquid Maze“ geplant. Zum Abschluss des Herbstprogrammes gibt es schließlich den Dokumentarfilm „nacht-aktiv“ zu sehen, der 2012 die Jugendkultur in der Region beleuchtete. Bei einer anschließenden Diskussion werden sich die Macher des Films bei einer Live-Diskussion die Frage stellen, was sich in diesen zehn Jahren verändert hat.

Wie es nach dem Herbst weitergehen soll, ist noch nicht fixiert. „Vorrangig wollen wir Konzerte veranstalten und so an die Tradition vom Avalon anschließen. Es sollen aber in Zukunft verschiedenste Kunstrichtungen zum Thema werden. So können wir uns auch Workshops und Seminare im Medienbereich vorstellen“, erklärt Christian Pfabigan.

Geplant sei derzeit eine Unterteilung in Herbst- und Frühjahrssaison. Daneben sollen auch andere Veranstalter die Räumlichkeiten mieten können. Für eine neue Ära des alten Allentsteiger Kinos ist also alles gerichtet.