Kranker warf Mutter aus Haus: Einweisung. „Schleich di, sonst stech ich di ab!“, bedrohte Geisteskranker seine Mutter mit dem Umbringen. Nun erhält er Behandlung in Anstalt.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 22. April 2019 (04:00)
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Nach einer längeren Abwesenheit kam ein damals 28-Jähriger im November vergangenen Jahres auf Besuch zu seiner Familie in Allentsteig. Nach einigen Tagen bei der Oma entschied er, wieder bei der Mutter zu übernachten.

Der Mutter fiel dann sofort das ungewöhnliche Verhalten des Sohnes auf: Er nahm Leute wahr, die in der Wohnung ein- und ausgingen, obwohl er alleine, beziehungsweise nur mit der Mutter war. Am 13. Dezember 2018 beschwerte er sich über die Anwesenheit der Mutter, entriss ihr die Schlüssel und schrie: „Schleich di außi, sonst stech i di ab!“ Verängstigt flüchtete die Waldviertlerin.

Mord an Mutter wurde mehrmals angedroht

Einen Tag später tauchte der 28-Jährige außer Rand und Band bei der Großmutter auf und äußerte erneut Morddrohungen. Auch gegenüber der alarmierten Polizei sagte er, er werde die Mutter abstechen.

Ein neurologisch-psychiatrisches Gutachten attestiert dem Waldviertler eine hochgradige Geisteskrankheit. Der Sachverständige befürwortete eine Einweisung mit der Begründung: „Weitere Gewalttaten mit schweren Folgen sind zu befürchten, da der 28-Jährige keine Krankheitseinsicht zeigt, und er die Therapiemaßnahmen und Medikamente verweigert.“

Der Schöffensenat schloss sich der Expertenmeinung an und ordnete die Einweisung des Waldviertlers in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher an.