Allentsteig

Erstellt am 10. Oktober 2018, 04:00

von René Denk

Rotes Kreuz trainierte am Truppenübungsplatz. Die Waldviertler Dienststellen des Roten Kreuzes trainierten für ein Großunglück mit über 50 verunfallten Personen.

Zwei schwere Unwetter mit Regen und Sturm verursachen ein schweres Zugsunglück. Ein Güterzug kollidiert mit einem Personenzug. Ein weiterer Personenzug leitet eine Notbremsung wegen der drohenden Kollision ein — auch hier werden weitere Personen verletzt. Wegen der orkanartigen Sturmböen werden auf einer Baumaterial-Lagerstelle Bauarbeiter verletzt. Betroffen ist auch eine Wanderergruppe. Das Rote Kreuz wird gerufen, um über 50 Verletzte und Betroffene zu retten und zu versorgen.

Dieses Horrorszenario war zum Glück nur die Übungsannahme für die Waldviertler Rot Kreuz Dienststellen Allentsteig, Gmünd, Horn, Krems, Langenlois, Waidhofen, Weitra und Zwettl, bei der Großschadensübung „Lupus 2018“ in der urbanen Trainingsanlage Steinbach am Truppenübungsplatz Allentsteig. Dort übten 75 Sanitäter und Führungskräfte für den Ernstfall. Elf Schwerverletzte und 19 mittel- bis leichtverletzte Personen sowie weitere Unverletzte und zwei Tote mussten versorgt werden.

Großunglück ist herausfordernd

Landesmilitärkommandant Martin Jawurek hieß das Rote Kreuz willkommen und freute sich, die Trainingsanlage zur Verfügung stellen zu können. Er betonte auch den Ausbau der Anlage, um noch besser üben zu können. Bereichsrettungskommandant Franz Hauer präsentierte während der Übung einen Notfallgerätewagen, der für die Versorgung von 25 Verletzten ausgelegt ist.

Rot Kreuz-Öffentlichkeitsmitarbeiterin Eveline Gruber führte durch das Gelände. Sie betonte, dass bei einem Großunglück jeder, auch unverletzte Personen, erfasst werde. „Es ist eine große Umstellung für die Sanitäter, ob man zu einem Unfall mit zwei Personen oder mit 50 Menschen gerufen wird. Der Notarzt muss in so einem Fall entscheiden, ob er für die Herzdruckmassage zwei Sanitäter auf einen Menschen abstellen kann und diese einstweilen anderen Verletzten nicht helfen können. Es zählt, die meisten Leben zu retten und die Überlebenschancen abzuwägen“, so Gruber.