Verletzte nach Unfall mit Panzer am Truppenübungsplatz. Zu einem Unfall mit sechs beteiligten Soldaten kam es am 19. November am TÜPl Allentsteig.

Von NÖN Redaktion. Update am 20. November 2019 (09:58)

Die Gruppe war im Rahmen der multinationalen Gefechtsübung "European Advance" gegen 16 Uhr in einem Radpanzer Pandur Evolution im Bereich des Deckerhauses bei Stift Zwettl unterwegs. Ein 22-jähriger Soldat vom Jägerbataillon 17 aus der Kaserne Straß in der Steiermark steuerte den Radpanzer bei geschlossener Luke über ein Kamerabildschirmsystem. Mitfahrer waren vier weitere Soldaten zwischen 22 und 47 Jahren, ebenfalls vom Jägerbataillon 17, sowie ein 26-Jähriger der deutschen Bundeswehr.

Etwa 300 Meter nordöstlich des Deckerhauses kam der Radpanzer in einer leichten Rechtskurve aus bisher unbekannter Ursache links von der Fahrbahn ab. Der Panzer stieß gegen ein Brückengeländer und kippte seitlich über die etwa drei Meter tiefe Böschung. Das Fahrzeug kam auf der linken Fahrzeugseite liegend zum Stillstand.

„Es ist nicht so schlimm ausgegangen, wie es im ersten Moment aussah“, sagt Presseoffizier Pierre Kugelweis im NÖN-Gespräch. Die Rettungskette wurde unmittelbar nach dem Unfall ausgelöst. Die Erstversorgung und die notärztliche Versorgung waren laut Kugelweis rasch sichergestellt.

„Wir werden das genauestens untersuchen“

Alle sechs Männer, die beim Unfall beteiligt waren, wurden in das Landeskrankenhaus Zwettl gebracht. Zwei Soldaten wurden leicht verletzt. Sie wurden zur Kontrolle stationär aufgenommen. Die vier weiteren Soldaten blieben unverletzt und wurden noch am selben Tag aus dem Spital entlassen. Die Angehörigen aller Beteiligten wurden verständigt.

Jetzt gelte es, den Unfallhergang lückenlos aufzuarbeiten, sagt Kugelweis: „Wir werden das genauestens untersuchen und minutiös aufklären, damit das in Zukunft nicht mehr passiert.“

Eine Untersuchungskommission des Militärkommandos Niederösterreich wurde eingesetzt.

Update 20.11., 09:58 Uhr:

Nach dem Unfall am Truppenübungsplatz Allentsteig (Bezirk Zwettl) sind am Mittwoch die Untersuchungen im Gange gewesen. Das Unfallfahrzeug wurde herausgezogen und werde nun begutachtet, teilte das Militärkommando Niederösterreich mit. Die zwei verletzten Soldaten befanden sich weiterhin zur Beobachtung im Spital.

Eine Untersuchungskommission unter der Leitung des Militärkommandos Niederösterreich wurde eingesetzt. Dieser gehören auch ein Kraftfahroffizier und Spezialtechniker des Amts für Rüstung und Wehrtechnik an, sagte Oberstleutnant Pierre Kugelweis. "Die Ursache wird genau untersucht", betonte er. Geprüft werden soll u.a. auch, ob der Unfall im Waldviertel Auswirkungen auf andere Pandur Radpanzer hat, die im Einsatz sind.

An dem Unfall am Dienstag kurz nach 16.00 Uhr im Rahmen der multinationalen Übung "European Advance 2019" mit einem Panzer des Jägerbataillons 17 aus Straß in Steiermark waren sechs Soldaten involviert, darunter fünf Österreicher und ein Deutscher. Alle Beteiligten wurden zur Abklärung ins Krankenhaus gebracht, die beiden Leichtverletzten stationär aufgenommen.