Förderungen in Sicht: 100.000 für Trinkwasser. Durch das „Kommunale Investitionspaket“ kann Gemeinde Arbesbach wieder investieren.

Von Karin Pollak. Erstellt am 25. September 2020 (05:17)
Bürgermeister Martin Frühwirth freut sich, dass man mit der Brunnenplanung starten kann.
Archiv/Markus Füxl

Für die Gemeinden gibt es seitens des Bundes und des Landes ein „Kommunales Investitionspaket“. Die Förderungen, die die Gemeinde Arbesbach davon bekommt, sollen in Güterwege, in eine Photovoltaikanlage bei der Volksschule und in einen neuen Bohrbrunnen fließen. Das wurde bei der Gemeinderatssitzung am 18. September beschlossen.

Geförderte Projekte

„Die Sanierung des Güterweges Gruberg in Brunn haben wir vom Frühjahr auf den Herbst verschoben, vorbehaltlich einer gesicherten Finanzierung. Jetzt sollte es eine Förderung geben. Wenn dieses Projekt leistbar ist, dann wird noch heuer saniert“, betont Bürgermeister Martin Frühwirth. Das gilt auch für die geplante Installierung einer Photovoltaikanlage am Dach der Volksschule. „Dafür werden wir einen Förderantrag stellen“, so Frühwirth.

Diese Photovoltaikanlage solle laut Energiebeauftragten Patrick Frühwirth die bereits seit zehn Jahren von der Gemeinde gesetzten Maßnahmen in Sachen Energieeinsparungen weiter vorantreiben. „Der Energiebericht, den uns unser Energiebeauftragter präsentiert hat, zeigt eindeutig, dass wir auf einem sehr guten Weg sind. Wir sparen immer mehr Energiekosten ein“, freut sich der Bürgermeister.

Investition fürs Wasser

Für den bereits im Frühjahr errichteten Bohrbrunnen (die NÖN berichtete) soll ebenfalls um eine Förderung angesucht werden. Laut dem Bürgermeister würden alle Untersuchungsergebnisse mittlerweile vorliegen. „Wir können daher den Vollausbau des Brunnens mit den notwendigen Enteisungs- und Entmanganisierungsanlagen planen. Dazu muss auch der Tiefbehälter adaptiert werden, damit wir das Wasser aus dem neuen Brunnen ins Netz einspeisen können“, berichtet Frühwirth. Den Auftrag für die Planung dieses Projektes erhielt die Hydro-Ingenieure Umwelttechnik GmbH. Das gesamte Projekt dürfte rund 100.000 Euro kosten.

Für das in Bau befindliche Arbesbacher Feuerwehrhaus wurden Brandschutztüren von der Firma Fichtinger, Großpertenschlag, um 18.044 Euro gekauft.

Vertreter nominiert

Weiters wurden die Vertreter von Bürgermeister Frühwirth und Vizebürgermeisterin Veronika Stiedl nominiert. Diese sind die geschäftsführenden Gemeinderäte Helmut Hinterndorfer und Johann Rametsteiner. „Sollten wir beide gleichzeitig ausfallen, dann ist unsere Gemeinde gerüstet“, betont der Bürgermeister. Ebenso wurde ein Dienstbarkeitsvertrag mit der EVN betreffend der neuen Trafostation in der Katastralgemeinde Schwarzau abgeschlossen.

Uneinigkeit im Gemeinderat

Der Trainingsplatz des UFC Arbesbach muss saniert werden. Dafür standen eine große und eine kleinere Variante zur Auswahl. Der Gemeinderat sprach sich für die kleine Version aus. Dabei wird der nicht mehr bespielbare Platz neu nivelliert und mit einer Beregnungsanlage ausgestattet. Im Frühjahr soll der Trainingsplatz begrünt werden. An diesem Projekt beteiligen sich die Fußballer mit Eigenleistungen und der Einholung von Angeboten. „Mit dieser Variante können wir die Laufbahn, die der Mittelschul-Gemeinde gehört, erhalten.

Das wäre bei der größeren Variante, die auch die Vergrößerung des Trainingsplatzes vorgesehen hätte, nicht möglich gewesen. Die Laufbahn ist in Ordnung, daher wollen wir diese auch erhalten“, erklärt der Bürgermeister. Dieser Meinung waren ein Mandatar der ÖVP (Stimmenthaltung) sowie ein SPÖ-Mandatar (Gegenstimme) nicht. „Diese sprachen sich für die größere Sanierungsvariante aus“, erklärte Frühwirth.

Kritik am Prüfungsausschuss

Der Bericht des Prüfungsausschusses, der keine Mängel beinhaltet hat, stieß bei SPÖ-Mandatar Herbert Kraus auf Kritik: „Solange die Opposition nicht im Prüfungsausschuss vertreten ist, werde ich gegen die Berichte stimmen. Man kann sich doch nicht selber kontrollieren.“