Lkw-"Absturz": Wehr war über sechs Stunden im Einsatz. Über sechs Stunden dauerte es, einen vom Absturz gefährdeten Lkw zu bergen.

Von Red. Zwettl. Erstellt am 06. August 2020 (19:48)

Am 4. August um 8.30 fuhr ein 32-Jähriger aus der Gemeinde Windhaag bei Freistadt mit einer selbstfahrenden Arbeitsmaschine von einem Hof in Etlas, Gemeinde Arbesbach. Nach etwa 100 Metern kam er mit den Rädern nach rechts auf das regendurchnässte Bankett, das stark nachgab, und schaffte es nicht mehr, auf den Asphalt zurückzulenken.

Aufgrund der steil abfallenden Böschung geriet das Fahrzeug in enorme Schräglage und drohte abzustürzen. Durch sofortige telefonische Verständigung des Lenkers konnte der Lkw mit zwei Traktoren gesichert und ein Abstürzen verhindert werden.

Nach Eintreffen der Feuerwehr Arbesbach und der Lageerkundung wurde festgestellt, dass aufgrund des hohen Eigengewichts und der extremen Schräglage des am Boden aufsitzenden Lkw eine Bergung mit herkömmlichen Mitteln nicht möglich war. Das Fahrzeug wurde mit Seilwinden gegen das weitere Abrutschen gesichert und ein 70 Tonnen Kran von der Feuerwehr Krems angefordert.

Um den Kran überhaupt zum Einsatz bringen zu können musste ein etwa 15 Meter langer Teil der Böschung abgegraben werden, wofür ein örtliches Bagger-Unternehmen angefordert wurde. Schließlich konnte mit dem Kran die Vorderachse des Lkw angehoben, und mittels drei anderer Seilwinden das Fahrzeug wieder seitlich auf die Fahrbahn gezogen werden. Erst um 15 Uhr konnte die Bergung abgeschlossen werden. Die Arbeitsmaschine wurde nur geringfügig beschädigt und blieb fahr- und betriebsbereit.