Eislaufen im Bezirk Zwettl wieder möglich. Die Eislaufplätze sind schon in Betrieb, aber alles mit den Coronaregeln. Vorsicht ist auf den zugefrorenen Teichen und Seen geboten. Wasserretter sind in Bereitschaft.

Von Karin Pollak. Erstellt am 20. Januar 2021 (04:52)
Andreas Schlüter von der Wasserrettung Allentsteig präsentiert den Schlitten, den die Wasserretter bei einem Einsatz am Eis verwenden (kleines Bild).
Wasserrettung Allentsteig

Das Eislaufen hat jetzt wieder Saison. Die tiefen Temperaturen ließen die Seen und Teiche zufrieren, in einigen Orten wurden künstliche Eislaufplätze geschaffen. Wegen Corona darf das Eislaufen aber nur mit Beschränkungen durchgeführt werden, und: „Vorsicht ist immer beim Eislaufen auf Teichen und Seen geboten“, heißt es von der Wasserrettung Allentsteig.

Noch nicht offiziell freigegeben

Sehr beliebt bei den Eisläufern ist der Stadtsee in Allentsteig. „Es herrscht schon reger Betrieb. Momentan ist das Eislaufen aber nur auf eigene Gefahr möglich. Wir von der Gemeinde haben die Eisfläche noch nicht offiziell freigegeben“, betont Bürgermeister Jürgen Koppensteiner. Durch Corona sei momentan auch kein Flutlichtbetrieb vorgesehen. „Das Flutlicht wird vom Seerestaurant geschaltet, das hat aber zu“, erklärt Koppensteiner.

Das Eis sei momentan zehn Zentimeter dick – für Reinhard Tauber, dem Obmann der Wasserrettung Allentsteig, aber nicht dick genug für Gruppen, die eng zusammen stehen. „Ich habe aber leider gesehen, dass schon Personen das Eis bei einer Stärke von nur sechs Zentimeter betreten haben. Das ist grob fahrlässig“, meint Tauber, denn „In Bereichen von Quellen oder Zuflüssen ist das Eis viel dünner. Man sollte sich an die Beschilderungen halten. Diese stellen Fachleute auf, die die Gegebenheiten genau kennen“, meint der Wasserretter. In Allentsteig seien das die Mitarbeiter des Bauhofes.

Keine Panik, wenn es mal knackst

Wenn das Eis einmal unter den Eisläufern knackst, brauche man nicht gleich in Panik geraten, das betont Wasserretter Tauber: „Das Knacksen entsteht durch die Spannung.“ Sollte aber jemand ins Eis einbrechen, dann müsse man sofort reagieren: „Wichtig ist, dass die Personen am Eis auseinandergehen, sofort einen Notruf absetzen und jemand den Eingebrochenen versucht zu retten. Dieser Ersthelfer muss sich auf den Bauch legen, dem Eingebrochenen einen Stock oder eine Jacke zum Anhalten reichen und die Person auf das Eis ziehen. Das alles unbedingt liegend tun“, erklärt Tauber.

Zu derartigen Unfällen werde auch die Wasserrettung gerufen, die mit einem speziellen Schlitten, der in Allentsteig im Seerestaurant deponiert ist, in Einsatz gehen. „Ein Mitglied der Wasserrettung wird dabei mit einem Seil gesichert, trägt eine leichte Schwimmweste. Dieser bewegt sich am Schlitten liegend zur Unfallstelle“, erklärt der Wasserretter. „Auch die Mitglieder der Feuerwehr Allentsteig und die Gemeindearbeiter sind geschult.“ Sollte die eingebrochene Person unter das Eis kommen, dann müsse die Feuerwehr und die Wasserrettung in Einsatz gehen.

Outdoorplatz wird Eislaufplatz

In Bad Traunstein wird der Outdoorplatz bei der Freizeitanlage in einen Eislaufplatz umfunktioniert. In der Vorwoche erfolgten dazu die Arbeiten. Der Platz wurde vom Schnee befreit und in mehreren Durchgängen Wasser aufgespritzt. Laut Bürgermeister Roland Zimmer dürfen coronabedingt nur 40 Eisläufer auf diesem Platz ihre Runden drehen. „Das wird kontrolliert. Aber es liegt in der Verantwortung eines jeden Eisläufers. Wir schauen einmal, wie das funktiert“, meint Zimmer. Flutlicht wird es nicht geben.

Eislaufplatz ist kaputt

In Gutenbrunn gibt es heuer kein Eislaufen. „Der Platz ist kaputt, es läuft leider das Wasser aus. Daher kann der Eissportverein keine Eisfläche schaffen“, betont Bürgermeisterin Adelheid Ebner.

Die Kunsteisbahn in Zwettl ist seit 19. Dezember in Betrieb. Hier sind die Eisläufer unter Einhaltung der Corona-Vorschriften gerne unterwegs.