Bärnkopf

Erstellt am 19. Juni 2018, 10:37

von Wolfgang Zarl

Traditionsreiches händisches Glocken-Geläut endet. In wenigen Tagen beginnen die Bauarbeiten zur Außenrenovierung der Pfarrkirche Bärnkopf (Bezirk Zwettl).

Gleichzeitig wird auch der Glockenstuhl erneuert und in diesem Zuge wird die Elektrifizierung des Geläutes der Pfarrkirche Bärnkopf vorgenommen. Somit endet das händische Läuten der Glocken.

Das war ein Dienst der Ministranten und des Mesners. Sie freuen sich, denn es bringt Entspannung und Entlastung in die vielschichtigen Aufgaben. Doch gibt es wehmütige Stimmen, die es schade finden, dass nun das Geläute elektrifiziert wird. Ein Stück Geschichte wird zu Ende gehen. Soweit Freud und Leid und Alltag. Bärnkopf ist eine der letzten (wohl die letzte in der Diözese St. Pölten) Pfarrkirchen Niederösterreichs, wo noch händisch das Gesamtgeläute bedient wurde.

„Zum Abenteuer wurde das händische Läuten der Glocken kürzlich für die Ministranten des Pfarrverbandes St. Josef im Waldviertel – zu dem Bernkopf gehört“, berichtet Eva Spreitzer vom Pfarrverband. An diesem Tag wurde der Läutedienst der Ministranten mit einem Fest beendet. In mehreren Stationen war neben dem Läuten und dem Wiederholen von „Ministrantenfachvokabeln“ Spiel und Spaß geboten: In der Werkstatt der Keramikkünstlerin Johanna Wibmer wurden Fliesen gestaltet, am Sportplatz konnte nur gemeinsam der Turm zu Avalon gebaut werden. Kleine Mitbringsel aus Holzscheiben wurden mit viel Phantasie gestaltet und der Geruchssinn bei Kräutern und Gewürzen auf die Probe gestellt. Die Zielgenauigkeit wurde beim Ringwerfen getestet. Mit Eierspeis aus der Riesenpfanne und Würstel vom Riesengrill klang der Nachmittag gemütlich aus.