3G-Regeln: Fürs Erste keine Panik

Kleine Veranstalter im Bezirk Zwettl kommen im neuen Stufenplan noch recht gut davon.

Sebastian Dangl Erstellt am 15. September 2021 | 05:22
440_0008_8176013_zwe37dsnoe_kammerbuehne.jpg
Patricia Keller, Veronika Bock und Michael Mittermeir können den Start der Kammerbühne kaum abwarten.
Foto: Dieter Holzer

Neben der Nachtgastronomie sind auch Großveranstaltungen zentrales Thema im Stufenplan. Für kleine Veranstalter sieht es zum aktuellen Stand etwas besser aus.

Die Kulturinitiative Ottenschlag treffen die neuen Regelungen mitsamt Stufenplan nur am Rande. „3G haben wir sowieso schon bei den jüngsten Veranstaltungen kontrolliert. Das hat immer unkompliziert funktioniert und wurde auch von den Besuchern gut angenommen“, berichtet Obmann Michael Mittermeir.

Großer Vorteil sei auch, dass das eigene Publikum der Generation 45+ schon zu großen Teilen geimpft ist. „Falls wirklich ein 2G-Regel kommen sollte, wäre das für uns auch nicht so tragisch“, meint Mittermeir. Auch große Besuchermengen würden kein Problem darstellen. Die im November öffnende Kammerbühne hat nur für 120 Personen Platz.

„Wir mussten jetzt nicht die Hände zusammenschlagen, als wir den Stufenplan gelesen haben“, erzählt der Obmann der Kulturinitiative. Angst vor dem, was nach dem aktuellen Stufenplan folgt, besteht. So würde eine mögliche Wiedereinführung der Abstandsregelung ein harter Schlag sein. „Sollte es wirklich so kommen, hätten wir nicht mehr die notwendigen Kapazitäten. Mit allem anderen kann man leben.“

Kammerbühne wird noch „fein geschliffen“

Die Arbeiten an der Kammerbühne laufen aktuell in die heiße Phase. So werden Fliesen gelegt, die Elektrik installiert, ausgemalt. Danach soll auch schon die Bühnentechnik eingebaut werden. „Hauptsächlich geht es jetzt um den Feinschliff und die Optik. Wir sind gut unterwegs und hoffen, dass bis zur Eröffnung nichts mehr passiert“, meint Mittermeir.

Die große Eröffnung mit einem Tag der offenen Tür ist für den 28. November vorgesehen. Schon am 3. Dezember soll die neue Bühne dann auch das erste Mal bespielt werden. Das Programm mitsamt der Bühne und den Menschen dahinter wird im Oktober vorgestellt.

3G schon längst zum Standard geworden

Bei der Syrnau nimmt man den Stufenplan ebenfalls gelassen auf. „Im ersten Moment ändert sich nicht wahnsinnig viel. Wir planen zurzeit mit rund 100 Besuchern und 3G haben wir sowieso schon eingeführt“, erzählt Vereinsobmann Erwin Schierhuber. Viel mehr ist für ihn mit den aktuellen Coronazahlen auch nicht notwendig. „3G finde ich für Veranstaltungen mit Sitzplätzen ausreichend“, betont er. 2G wäre dagegen fast schon zu restriktiv. „Man würde dadurch viele Menschen ausschließen, und das finde ich wiederum auch nicht gut.“

Solche harten Maßnahmen sind ohnehin noch nicht im Gespräch. Leichte Angst vor erneuten Abstandsregelungen oder Maskenpflicht lässt sich aber nicht verleugnen. „Zum Glück ist so etwas aktuell kein Thema. Abstände sind bei uns nur schwer einzuhalten, und dann bleiben am Ende vielleicht nur 20 Personen über“, schildert Schierhuber. Eine Veranstaltung mit Maske gab es bereits im Juni, was nur wenig Anklang fand. „Es war eine mühsame Geschichte, die schon funktionierte. Viel Spaß macht das dann aber nicht.“

Zwettls Vizebürgermeisterin und Kulturstadträtin Andrea Wiesmüller glaubt, dass mit dem Stufenplan nur der erste Schritt in Richtung weiterer Verschärfungen unternommen wurde: „Ich befürchte, dass die Maßnahmen noch schärfer werden und das Kulturleben beeinträchtigen.“ Allerdings stehe sie hinter den Maßnahmen. „Irgendwann müssen wir zur Normalität zurückkommen. Wenn das nicht gelingt, braucht es solche Einschränkungen.“

Umfrage beendet

  • Waren strengere Coronaregeln mit 15. September nötig?