Coronakrise führte zum Drogenanbau

Corona bedingt frustriert, nahm Arbeiter aus Bezirk Zwettl Drogen und versuchte sich als Produzent.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 04:22
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„Es waren einige dramatische Ereignisse in meinem Leben, und dann kam noch die Corona-Krise. Ich bin in ein schwarzes Loch gefallen“, erklärte ein Arbeiter (40) aus dem Bezirk Zwettl vor Gericht seinen Drogenkonsum. Die Beschaffung sei mühsam gewesen, und deshalb habe er zur Selbsthilfe gegriffen: „Ich wollte nicht auch noch Dealer finanzieren und dachte dann, probiere ich es halt selbst“, schilderte er.

Der erste Anbauversuch von Cannabiskraut sei wegen Ungeziefer ein Flop gewesen. Beim zweiten Versuch sei ein bisserl übrig geblieben: „Ich habe nur zum Eigenbedarf angebaut. Die dritte, erfolgreiche Ernte von über 700 Gramm hat mich selbst überrascht. Jetzt, mit einem geregelten Tagesablauf, geht es mir wieder gut und ich brauche keine Drogen mehr“, beteuerte er. Das Verfahren gegen den bislang Unbescholtenen wurde für zwei Jahre Probe auf Eis gelegt.