FF-Kommandant: „Ist zach, aber da müssen wir durch“. Feuerwehren im Bezirk passen sich an die neue Einsatz-Situation an.

Von Markus Füxl. Erstellt am 04. April 2020 (06:35)
Von links: Christian Wels, Michael Hartner und Wilhelm Renner
FF Groß Gerungs/privat/Archiv

Die NÖN hörte sich um, wie die Wehren mit der Situation zurecht kommen.

Schwarzenau: Aufwand möglichst gering halten. Michael Hartner, Kommandant in Schwarzenau, erklärt: „Wir versuchen, mit möglichst geringem Aufwand zu arbeiten.“ Bei kleineren Einsätzen schickt er die Info in einer WhatsApp-Gruppe aus. „Mit dem ‚Daumen-hoch-Smiley‘ bestätigen die Kameraden dann, dass sie ausrücken können.“ Positiver Effekt der Ausgangsbeschränkungen: „Es herrscht gerade wenig Verkehr auf den Straßen. Das bedeutet auch für uns weniger Einsätze.“

Ottenschlag: Mittwochs-Treffen fallen aus. Auch in Ottenschlag halte man sich an die neuen Dienstanweisungen, erklärt Kommandant Wilhelm Renner: „Neben den Einsätzen machen wir nur mehr dringend notwendige Reparaturarbeiten.“ Dass sämtliche Bewerbe abgesagt sind, sei aus heutiger Sicht die richtige Entscheidung, betont Renner: „Es ist zach, aber da müssen wir durch.“

Zwettl-Stadt: Viel Desinfizeren nach Einsatz. Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Matthias Hahn erklärt: „Wir haben uns auf drei Einsatzgruppen aufgeteilt. Es funktioniert gut.“ Vor Kurzem transportierten die Kameraden leere Wasserflaschen ins Feuerwehr- und Sicherheitszentrum nach Tulln. Darin wurden dann Bestandteile für ein Desinfektionsmittel abgefüllt.

Groß Gerungs: Selbstschutz steht ganz oben. Kommandant Christian Weis sagt: „Wir bieten den Kameraden Schutzbrillen, Mundschutz und Einweghandschuhe an.“ Seit zwei Wochen ist die Wehr in kleineren Gruppen aufgeteilt. Dabei achtet man darauf, dass Experten an den Geräten gleichmäßig verteilt sind: „Bis jetzt geht sich das noch gut aus“, sagt Weis.