Gastronomen sind „im ersten Moment nicht betroffen“

Mit erster Stufe für Gastro keine Änderungen, aber auch im Bezirk Zwettl fürchtet man sich vor härteren Maßnahmen.

NÖN Redaktion Erstellt am 15. September 2021 | 05:22
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Wünschen sich einheitliche Regeln: Katharina Kitzler, Rainer Zeilinger, Matthias Knapp und Patrick Knapp (von links) von der „Schanz“ in Langschlag.
Foto: Archiv

„Im ersten Moment wird es uns nicht betreffen“, meint Werner Zlabinger von der Kaminstube in Schwarzenau zum neuen Stufenplan der Regierung, denn für die Gastro bringt zumindest die Stufe 1 erst einmal keine große Änderung. Die Furcht vor strengeren Maßnahmen, sollten die Zahlen im Winter wieder steigen, ist jedoch da.

„Momentan sehe ich den Stufenplan ehrlich gesagt positiv“, erklärt Rudolf Hirsch vom „Wirtshaus Hirsch 28 delikatESSEN“ in Groß Gerungs. „Ich habe großen Respekt davor, wieder zusperren zu müssen. Wie es dann weitergehen würde, ich weiß es wirklich nicht…“.

Der Großteil seiner Gäste seien im gesetzteren Alter und die meisten davon gegen Corona geimpft. „Ich würde schätzen, der Anteil liegt etwa bei 95 Prozent“, sagt Hirsch. Auch unter den Schankgästen seien nur sehr wenige dabei, die noch Testergebnisse mitbringen.

Die 3G-Regeln überprüfe der Wirt sehr genau, was die Gäste auch akzeptieren, schildert Hirsch: „Viele unserer Gäste nehmen einen weiten Anfahrtsweg in Kauf. Dementsprechend sind sie auch darauf vorbereitet, dann auch ins Lokal kommen zu dürfen. Nur beim Registrieren sind manche Gäste mittlerweile nicht mehr so ‚amused‘.“ Den Zusatzaufwand an Bürokratie bringe er gerne auf. „Ich weiß, wie gefährlich Corona sein kann, war selbst mit meiner gesamten Familie betroffen und hatte auch einen ziemlich schweren Verlauf“, betont Hirsch, der heute noch die Nachwehen von Covid spürt.

„Da der Großteil unserer Gäste geimpft ist, würde uns auch eine 1G-Regel nicht wirklich treffen. Auch Laufkundschaft haben wir wenig, der Großteil reserviert“, erklärt Hirsch.

In der Schanz in Langschlag, die auch eine Disco betreibt, wo ja seit einiger Zeit die 2G-Regel gilt, sieht es da anders aus. „Man bemerkt schon, dass jetzt, wo es noch Feste mit 3G-Regelung gibt, die Jungen dorthin ausweichen“, sieht Patrick Knapp hier eine Ungerechtigkeit und spricht sich für einheitlichere Maßnahmen aus. Auch mit dem neuen Stufenplan sieht Knapp eine Schwierigkeit beim Vorausplanen. „Normalerweise planen wir einen Monat voraus, vor allem bei Veranstaltungen in der Disco, jetzt eher von Woche zu Woche“, erzählt Patrick Knapp.

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