Hilfsbereitschaft enorm: Viel Gastfreundschaft für Geflüchtete

Erstellt am 31. März 2022 | 06:23
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In Groß Gerungs finden die geflüchteten Ukrainer im Gasthaus Hirsch eine Unterkunft.
Foto: privat
In zahlreichen Gemeinden im Bezirk Zwettl sind bereits geflüchtete Ukrainer untergekommen. Mehrere Initiativen unterstützen.

Seit mehr als einem Monat tobt nun der Krieg in der Ukraine. Unzählige Menschen sind auf der Flucht. Auch im Waldviertel sind mittlerweile Ukrainer angekommen und werden von mehreren Initiativen bei der Unterbringung unterstützt.

Ganz vorne dabei ist Groß Gerungs, maßgeblich durch die Beteiligung des Vereins „Willkommen Mensch!“. 44 Geflüchtete wurden bereits aufgenommen und im Gasthaus Hirsch untergebracht. Im Lauf dieser Woche sollen laut Vereinsobmann Gerhard Fallent noch mehr ankommen. Von Kindern bis Senioren seien alle Altersschichten vertreten. „Die Unterbringung der immer wieder ankommenden Gruppen verläuft dabei hervorragend“, berichtet er. Unter den Geflüchteten herrsche teilweise aber auch noch große Anspannung. Fallent zeigt sich äußerst dankbar für die große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung und Unterstützung mit vielen Sachspenden.

Kinder sollen in Schule integriert werden

In Bad Traunstein haben sich indes die Pfarrcaritas und der Sozialverein „Bad Traunstein hilft“ zusammengeschlossen, um Maßnahmen in die Wege zu leiten. Eine ukrainische Familie wurde bereits in die Wohnung einer Gastgeberfamilie in Kaltenbach aufgenommen. In Kürze sollen noch zwei weitere private Wohnungen in der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden. Nach dem ersten Einleben sollen Kinder und Jugendliche auch in die jeweiligen Schulstufen integriert werden. Auch für Deutschkurse hätten sich bereits einige Freiwillige gefunden.

In Schwarzenau sind aktuell neun Ukrainer in verschiedenen Privatquartieren untergebracht. Laut Gemeinde werden aber noch weitere Unterkünfte gesucht. Federführend engagieren sich der Verein „Europa in Schwarzenau“ und die Unterkunftsgeber. In Ottenschlag ist seit Freitag ebenfalls eine Familie untergebracht. „Es handelt sich um ein Ehepaar mit zwei Kindern (zehn Jahre und vier Monate). „In Kürze sollen noch zwei Familienangehörige folgen“, erzählt Bürgermeister Paul Kirchberger.

In Gutenbrunn sind dagegen noch keine Ukrainer gemeldet. Es gäbe aber Gespräche mit der Pfarre wegen der Aufnahme einer Familie im leer stehenden Pfarrhof. Im Stift Zwettl laufen ebenfalls die Vorbereitungen für die Unterbringung von Geflüchteten. „Wir können 18 Flüchtlinge aufnehmen“, betont Abt Johannes Maria Szypulski.

Verantwortliche der Caritas nahmen am 22. März einen Lokalaugenschein im Stift Zwettl vor. „Die Räume, die wir zur Verfügung stellen können, wurden seitens der Caritas auch freigegeben. Jetzt setzen wir alles daran, dass in Kürze Personen aus der Ukraine bei uns einziehen können“, betont der Abt. Diese Räume werden seitens des Stiftes noch hergerichtet und mit Küchenzeilen ausgestattet. Wann genau die Ukrainer ins Stift kommen werden, ist noch offen. „Darum kümmert sich die Caritas. Wir tun aber alles, damit sich diese bei uns wohlfühlen werden“, meint Szypulski.