Schönbach

Erstellt am 16. Januar 2019, 05:01

von NÖN Redaktion

Nach NÖN-Bericht: Polizei schnappte Vandalen. Wiener Trio war für die ausgerissenen Schneestangen zwischen Lohn und Pehendorf verantwortlich.

Manfred Tauber von der Straßenmeisterei Groß Gerungs musste damals die ausgerissenen Scheestangen im Schnee suchen, die von den Wienern in Böschung oder Bach geworfen wurden.  |  Straßenmeisterei Groß Gerungs

Über einen Ermittlungserfolg freut sich die Polizei: Sie konnte die Vandalen, die in den frühen Morgenstunden des 15. Dezember zwischen der Diskothek Lohn und Pehendorf umwütenden, ausforschen.

Drei Wiener Studenten (23, 27 und 28 Jahre alt) rissen dort exakt 84 Schneestangen aus Holz und fünf Kunststoffkappen samt ausziehbaren Stangen auf Leitpflöcken auf einer Länge von zwei Kilometern aus. Aufgrund ihrer offenbar starken Alkoholisierung kamen sie aus Spaß auf die Idee, Schneestangen herauszuziehen und zum „Speerwerfen“ zu verwenden. Laut ihren Angaben dürften sie sich später aber nicht über das Ausmaß bewusst gewesen sein, denn sie dachten, es wären nur einige wenige Stangen gewesen.

Die Polizeiinspektion Arbesbach nahm entlang des vermuteten Gehweges Ermittlungen auf. Gleichzeitig zeichneten sich gleich zwei Personen durch ihre Zivilcourage aus: „Aufgrund des NÖN-Berichts meldete sich ein Arbesbacher (Anm.: Es handelt sich dabei um einen Unternehmer), der die Männer am Morgen der Tatnacht gesehen und kurz mit ihnen in Kontakt gekommen war. Er nahm sie aus Platzmangel und ihrer starken Alkoholisierung nicht im Fahrzeug mit“, erklärt Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter Wolfgang Gottsbachner.

Auch der Beherbergungsbetrieb aus der Gemeinde Arbesbach, bei dem die Wiener (es waren vier, aber nur drei Täter) untergekommen waren, meldete sich aufgrund des NÖN-Berichts.

Wiener Party-Trio will Schaden begleichen

Die Arbesbacher Polizisten konnten daraufhin die Wiener ausforschen. Der Fahndungsdruck war dann dafür verantwortlich, dass sich die Studenten persönlich auf der Polizeiinspektion Arbesbach stellten und die Tat gestanden. Sie wollen finanzielle Wiedergutmachung des Schadens leisten und meinten, dass ihnen die Tat äußerst Leid täte. Sie hielten sich aufgrund einer privaten Geburtstagsfeier in der Diskothek auf.

Gottsbachner lobt das gute Zusammenspiel der NÖN, der Polizei und vor allem der Zivilbevölkerung: Die entscheidenden Hinweise der Bürger durch den NÖN-Bericht und die intensiven Ermittlungen der Polizeibeamten wären für die Aufklärung der Tat verantwortlich.

„Bei dieser Tat handelt es sich um das strafrechtliche Delikt der Sachbeschädigung und ist kein Kavaliersdelikt. Die Schneestangen werden bei höherer Schneelage, wie sie derzeit herrscht, als deutliche Abgrenzung zwischen Fahrbahn und freiem Gelände dringend benötigt. Außerdem muss die Straßenmeisterei die Schneestangen wieder mühsam verankern“, meint Gottsbachner.