Neues Buch: Josef Haslinger schrieb Missbrauchsfall auf. Der Schriftsteller Josef Haslinger schildert in „Mein Fall“, wie er als Sängerknabe in Stift Zwettl sexuell missbraucht wurde.

Von Markus Füxl. Erstellt am 24. Januar 2020 (10:52)
Josef Haslinger arbeitete seinen Missbrauchs-Fall in „Mein Fall“ auf.
PEN

Für viel Aufsehen dürfte der aus Groß Meinharts stammende Schriftsteller und Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, Josef Haslinger, dieser Tage sorgen.

Ende Jänner erscheint sein neues Buch „Mein Fall“. Darin schildert der Schriftsteller, wie er als zehnjähriger Sängerknabe im Zisterzienserkloster Stift Zwettl von seinen Erziehern sexuell missbraucht worden war.

Ende Februar 2019 trat Haslinger vor die Ombudsstelle der Erzdiözese Wien für Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche. Seine Erlebnisse schildert er in „Mein Fall“.

Josef Haslinger wurde am 5. Juli 1955 geboren. Er studierte Philosophie, Theaterwissenschaft und Gerministik. Haslinger lebt in Wien und Leipzig. Er erhielt zahlreiche Preise, zuletzt den Preis der Stadt Wien, den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels und den Rheingau Literaturpreis.