Registrierung gleich mit Speisekarte: Fazit der Wirte. Gastronomen im Bezirk Zwettl berichten von weniger Gästen, seit Registrierungspflicht nötig ist.

Von Angelika Koll. Erstellt am 14. Oktober 2020 (04:42)
Stammgast Ernst Daniel erhält bei seinem Besuch im Lagosol von Wirt Benjamin Ernstbrunner einen Registrierungszettel.
Adelheid Kamin

Für die Wirtshäuser gilt seit 5. Oktober die Registrierungspflicht der Gäste. Die NÖN hat sich erkundigt, wie die ersten Tage gelaufen sind.

Ernstbrunner: „Aufwand ist nicht so dramatisch“

„Es funktioniert grundsätzlich ohne Probleme. Die Gäste sind auch bereit sich registrieren zu lassen. Das ist ja eigentlich für den Gast“, berichtet Rosemarie Neuwiesinger vom Mohnwirt in Armschlag. Die Gäste bekommen jeweils einen Zettel zum Eintragen, wofür sich Neuwiesinger am Vordruck der Wirtschaftskammer bedient.

Ähnlich hält man es im Lagosol in Langschlag. „Sobald ein Tisch kommt, erhält jeder Gast einen Zettel. Der Aufwand ist nicht so dramatisch“, meint Benjamin Ernstbrunner. Sehr beliebt sei die Registrierungspflicht nicht, aber es bleibe den Gästen auch nichts anderes übrig. Derzeit kommen sie trotzdem ins Gasthaus.

In der Kaminstube in Schwarzenau funktioniere die Registrierung ebenfalls problemlos, sagt Werner Zlabinger: „Am Tisch liegen Zettel auf, die Gäste tragen sich ein, und dann werden sie gleich weggenommen, damit sie sonst keiner sieht.“ Jedoch seien die Gäste eingeschüchtert und die Zahlen sind rückläufig. Das führt Zlabinger auf mehrere Faktoren zurück.

Stornierungswelle in Groß Gerungs

Rudi Hirsch vom Wirtshaus Hirsch spricht von sinkenden Gästezahlen: „Auffällig vergangene Woche ist eine Stornierungswelle.“ Viele würden etwa anrufen, da sie Covid-Kontaktpersonen seien. So wurden auch wieder Plätze für das Herbstkulinarium am 16. Oktober frei.

Die Registrierung sei natürlich ein Mehraufwand, aber machbar. Auch forderte man im Wirtshaus Hirsch die Gäste bereits auf, sich einzutragen. Nun erwähnt Hirsch: „Wir decken das Registrierungsblatt gleich mit auf.“