Silvesterfeuerwerk: Hund und Katz: Was tun, wenn’s knallt?

Erstellt am 29. Dezember 2021 | 05:21
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Eine Tradition mit Beigeschmack: Viele Haustiere fürchten sich vor Feuerwerken zum Jahreswechsel.
Foto: Shutterstock/Susan Schmitz
Trotz Verboten wird man zum Jahreswechsel wohl Raketen im Bezirk Zwettl sehen. Tierärzte berichten, wie man am besten mit Vierbeinern umgeht.

Silvester und Feuerwerk gehen oft Hand in Hand. Doch erlaubt ist dies heuer nicht überall. So mancher Tierbesitzer mag darüber erfreut sein.

Das Abfeuern von Raketen ist auch heuer wieder teilweise untersagt. „Gemäß der geltenden Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes ist die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2 im Ortsgebiet verboten“, berichtet Bezirkshauptmann-Stellvertreterin Margarita Wamser. Bürgermeister können mit Verordnung bestimmte Teile des Ortsgebietes von diesem Verbot unter bestimmten Voraussetzungen ausnehmen. Wie Wamser erwähnt, ist der Bezirkshauptmannschaft derzeit „eine solche Verordnung nur von der Stadtgemeinde Allentsteig bekannt.“

Nicht rauslassen und sichere Plätze schaffen

Erleichterung bringt dieses Verbot wohl für die Tiere. Das Silvesterfeuerwerk und der damit verbundene Lärm sind Jahr für Jahr eine Belastung für sie. Besonders betroffen seien Hunde, sagt Matthias Dourakas, Tierarzt aus Schweiggers: „Es macht allerdings einen Unterschied, ob ein Hund schussfest ist oder nicht.“ Bei Jagdhunden etwa ist die Schussfestigkeit eine wichtige Eigenschaft, sie reagieren – so Dourakas – meist auch weniger stark auf Böller.

„Wenn man weiß, dass der eigene Hund lärmempfindlich ist, kann man dem vorbeugen“, erklärt er. Sichere Plätze im Haus schaffen, Musik oder andere ablenkende Geräusche lauter drehen, um Feuerwerkslärm zu übertönen, oder beruhigende Arzneimittel – auch auf pflanzlicher Basis – verabreichen. „Das muss vorab mit dem Tierarzt abgesprochen werden, und es ist wichtig, früh genug damit zu beginnen“, erklärt er. Um Angst- oder Stresszuständen bei lärmempfindlichen Hunden vorzubeugen, sollte man den abendlichen Spaziergang zu Silvester früher ansetzen: „Sonst könnte der Hund so reagieren, dass er sich von der Leine löst.“

Katzenbesitzer sollten vor allem bei Freigängern vorsichtig sein: „Es ist empfehlenswert, sie in dieser Zeit im Haus zu lassen.“ Gefährliche Situationen aufgrund eines Schreckmoments könne man dadurch verhindern.

Tierarzt Christian Rosenmayr aus Zwettl betont ebenfalls, dass man die Tiere am Silvesterabend nicht nach draußen lassen sollte. Bei Feuerwerksgeräuschen verstecken sich Hunde und Katzen dann gerne im Haus, etwa unter Betten oder Tischen. „Ganz normal mit ihnen umgehen und die Tiere nicht extra zu bemitleiden, das hat sich bewährt“, meint Rosenmayr.

Gedanken muss man sich aber jedenfalls im Vorfeld machen. Pflanzliche Beruhigungsmittel muss man bereits ein paar Tage zuvor verabreichen, andere Mittel ein paar Stunden davor.

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