Zwettl

Erstellt am 09. März 2018, 04:32

von NÖN Redaktion

Trotz Rekordkälte weniger Arbeitslose. Zusätzliche Fachkräfte, aber auch geeignete Lehrlinge werden von der Wirtschaft dringend gesucht.

„Die NÖ-Arbeitsmarktpolitik zeigt Wirkung“, meint NÖAAB-Bezirksobmann Alfred Grünstäudl (2. v. l.) zu den erfreulichen Zahlen. „Diese Zahlen sind das Resultat einer effizienten und wirkungsvollen Arbeitsmarktpolitik von Johanna Mikl-Leitner und ihrem Team. Doch wir wollen uns auf diesen Verbesserungen nicht ausruhen, sondern weiterhin das Thema Arbeit in den Fokus setzen und Niederösterreich zum Arbeitsland Nummer 1 machen“, betonen auch die beiden Kammerräte Reinhard Poppinger (l.) und Lukas Brandweiner – im Bild mit Nationalratsabgeordneter Angela Fichtinger.  |  privat

Im Bezirk Zwettl ist die saisonale Arbeitslosigkeit trotz der eisigen Temperaturen im Februar gegenüber dem Jänner von 1.745 auf 1.680 Personen, davon 419 Frauen und 1.261 Männer, gesunken. Auch der Vorjahresvergleich zeigt bei den Arbeitslosenzahlen einen Rückgang um 168 Betroffene oder minus 9,1 %.

„Besonders erfreulich ist, dass trotz Rekordkälte am Ende des Monats nach wie vor ein deutlicher Rückgang an vorgemerkten Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr festgestellt werden kann. Von der guten wirtschaftlichen Entwicklung profitieren Frauen und Männer in allen Alterskategorien. Die Arbeitslosigkeit liegt sowohl bei den Frauen (minus 15,7 %) als auch bei den Männern (minus 6,7 %) unter dem Vergleichswert des Vorjahres“, skizziert Zwettls AMS-Leiter Kurt Steinbauer den positiven Trend.

Im Februar sind beim AMS Zwettl 318 Personen in die Arbeitslosigkeit zugegangen und 434 sind wiederum aus dem AMS-Register ausgeschieden. Davon konnten 271 eine Beschäftigung aufnehmen, 40 sind in eine Schulung eingetreten und in 123 Fällen wurde die Vormerkung aus sonstigen Gründen (Krankheit, Wochenhilfe, Meldeversäumnis etc.) beendet.

Fachkräftemangel verschärft sich

Ende Februar verfügen 1.026 beim AMS Zwettl vorgemerkte Personen über eine Einstellzusage. Für sie wird die Zeit der Arbeitslosigkeit nur von kurzer Dauer sein, weil sie in ihren Stammbetrieben die Beschäftigung in den nächsten Wochen wieder aufnehmen können. Darüber hinaus suchen die Unternehmen jedoch aufgrund der guten Auftragslage quer durch alle Branchen noch zusätzliche Fachkräfte, die aber derzeit am Arbeitsmarkt nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird es für die Betriebe zunehmend schwieriger, geeignete Lehrlinge zu finden.

Das AMS versucht, mit Qualifizierungs- und Förderungsangeboten dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Das Spektrum reicht von Zusatzqualifizierungen über Facharbeiter-Intensivausbildungen bis zu geförderten betrieblichen Lehrausbildungen, die auch für Erwachsene möglich sind. Steinbauer: „Unser Ziel ist es, Menschen ohne Berufs- bzw. Ausbildungsabschluss bei einer angestrebten, am Arbeitsmarkt nachgefragten Qualifizierung zu unterstützen. Eine fundierte Ausbildung verbessert die Jobchancen nachhaltig und ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit!“