Wirt nimmt Stellung zu Corona-Gerüchten. 28 neue Fälle in zwei Wochen im Bezirk Zwettl, darunter auch Bürgermeister von Schwarzenau. Und: Cluster bei Gastwirt Franz Döller in Großhaselbach.

Von Markus Füxl. Erstellt am 16. September 2020 (05:22)
Symbolbild
APA (AFP)

Nachdem die Coronazahlen im Bezirk Zwettl lange halbwegs stabil waren, stiegen sie zuletzt deutlich an. Aktuell gibt es laut Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz seit Bekanntwerden der Pandemie 112 positiv getestete Menschen im Bezirk. Am Dienstag wurde die Corona-Ampel für den Bezirk auf gelb geschaltet.

In den vergangenen 14 Tagen kamen 28 neue Fälle dazu (alle Zahlen kurz vor Redaktionsschluss am 15. September, Anm.). Bezirkshauptmann Michael Widermann sagt zum Anstieg: „Da ist ganz schön was aufgepoppt. Mir gibt das persönlich zu denken. Der Anstieg ist aber nachvollziehbar.“

Unter den neuen Coronafällen ist auch Schwarzenaus Bürgermeister Karl Elsigan. Er verspürte am 9. September erste Symptome: „Ich hatte Muskelschmerzen und Fieber und habe sofort 1450 gewählt.“ Eine Stunde nach einem weiteren Telefonat mit der BH war ein Testungsteam vor Ort und hat einen Abstrich entnommen. „Mittlerweile sind die Symptome verschwunden, mein Geruchssinn ist aber noch nicht vollständig zurück“, sagt Elsigan im NÖN-Telefonat aus seiner Quarantäne.

Gemeinderatssitzung verschoben

Der Bürgermeister arbeitet im Home Office, wichtige Termine übernimmt Vizebürgermeister Reinhard Poppinger. Die für 21. September geplante Gemeinderatssitzung wurde auf den 28. September verschoben. „Das Virus gibt es noch. Schutzmasken und der nötige Abstand sind jetzt am wichtigsten“, sagt Elsigan.

Cluster in Großhaselbach

Ein Coronacluster dürfte sich bei Gastwirt Franz Döller in Großhaselbach gebildet haben. „Ich habe am 11. September davon erfahren, dass es bei mir Coronafälle gegeben haben soll“, sagt er im NÖN-Gespräch. Wieviele Leute sich infiziert haben sollen, weiß er nicht.

Döller glaubt, dass die Infektion von einer Jugendgruppe einer Hochzeit (etwa 40 Personen) am 5. September stammt und nicht vom Dämmerschoppen am gleichen Tag. Geöffnet hat Döller weiterhin. Sicherheitshalber waren vergangenes Wochenende andere Mitarbeiter im Einsatz, als am Wochenende zuvor. Sie alle haben laut Döller aber keine Symptome. Alle größeren Veranstaltungen der nächsten Wochen hat er bereits abgesagt.