Wut: Ex-Partner als Schläger diffamiert. Nach einem Obsorgestreit verleumdete Waldviertlerin den Vater des gemeinsamen Sohnes: Zehn Monate bedingt.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 14. November 2019 (08:11)
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Die Freude eines 33-jährigen Waldviertlers aus der westlichen Bezirksregion, nach einem Obsorgestreit seinen sechsjährigen Sohn nun täglich in seinem Haushalt in die Arme schließen zu können, wehrte nur kurz: Plötzlich stand die Polizei vor der Tür, und die Beamten konfrontierten ihn mit den schweren Vorwürfen der Ex-Partnerin (30) und Mutter des gemeinsamen Sohnes.

Während der Beziehung sei es schon zu Gewaltausbrüchen des 33-Jährigen gekommen. Zuletzt habe er auch den gemeinsamen Sohn misshandelt. So habe der Sechsjährige auch ein Cut über dem Auge sowie einen Bluterguss durch den Vater erlitten, gab die Waldviertlerin bei der Polizei zu Protokoll.

„Das war ein kleiner Kratzer an der Nase, den er sich beim Spielen im Kindergarten zugezogen hat“, erklärte der Vater und beteuerte: „Ich bin kein Prügelvater.“ Das umfangreiche Beweisverfahren ergab die Unschuld des angeschwärzten Vaters. Die 30-Jährige blieb bis zuletzt bei ihren Anschuldigungen und leugnete, aus Wut den Ex-Partner diffamiert zu haben. Die bislang unbescholtene Waldviertlerin wurde von Richterin Monika Fasching-Lattus wegen Verleumdung und falscher Beweisaussage zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.