„Alltagshelden“ in Zwettl vor den Vorhang geholt. Bürgermeister Franz Mold lud zu Neujahrsempfang. Ehrung verdienstvoller Bürger war auch heuer wieder der Höhepunkt.

Von Markus Füxl. Erstellt am 16. Januar 2020 (14:20)

Die Verleihung von Ehrenzeichen an verdienstvolle Bürger der Stadtgemeinde und ein Rückblick auf erfolgreiche Projekte der auslaufenden Gemeinderatsperiode standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs von Bürgermeister Franz Mold.

„Ihr seid Helden des Alltags. Euer Einsatz ist ein zartes Pflänzchen, die Anerkennung ist der beste Dünger.“ Bezirkshauptmann Michael Widermann an die Geehrten

„2019 war mein erstes Jahr als Bürgermeister. Ich hatte viele neue Erfahrungen und nette Begegnungen“, sagte Mold.

Film über Projekte.

Im Rückblick in Form eines Filmes wurden auf elementare Projekte der letzten fünf Jahre, wie das Jahrhundertprojekt Umfahrung, den Ausbau der Sporthalle beim Gymnasium zur Stadthalle und die Eröffnung des umgebauten Stadtamtes eingegangen.

Im abgelaufenen Jahr seien etwa die Errichtung 100 neuer Stellplätze im Gewerbegebiet, die Sanierung des Hundertwasserbrunnens und die Eröffnung des neuen Promenaden-Spielplatzes und des Pfadfinder-Abenteuercamps wegweisende Projekte gewesen, erklärte Mold.

Innenstadt dürfe nicht menschenleer werden.

Der Bürgermeister verwies auch auf geplante Vorhaben, etwa der Neugestaltung der Unteren Landstraße zu einer Begegnungszone. „Die Innenstadt darf nicht menschenleer werden“, sagte Mold auch über das geplante Wohnbauprojekt in der oberen Landstraße sowie die Ferienwohnungen, deren Baustart Johannes Gutmann laut Mold für heuer plane.

Ein weiteres Leuchtturmprojekt sei der Neubau der Gesundheits- und Krankenpflegeschule. Hier bedankte sich Mold bei Stadtrat Manfred Weissinger, der federführend an der Umsetzung beteiligt war: „Er war ein großer Kämpfer dafür, dass die Schule in Zwettl gebaut wird“, sagte Mold. Insgesamt sind 28,1 Millionen Euro im Gemeindebudget 2020 veranschlagt.

Sechs Bürger geehrt.

Stadträtin Andrea Wiesmüller freute es sehr, die mehrfach preisgekrönte Orgelspielerin Elisabeth Ullmann auszuzeichnen. „Sie ist eine wahre Virtuosin und spielt Konzerte in Israel, China... und Zwettl“, sagte Wiesmüller lachend über die am Mozarteum in Salzburg unterrichtende Zwettlerin.

Stadtrat Manfred Weissinger holte den Arzt und Radiologen Alexander Rainer vor den Vorhang: „Früher sagte man: ‚Großer Schnitt, großer Chirurg‘, heute heißt es: ‚Kleiner Schnitt, eleganter Operateur‘“, scherzte Weissinger. Er lobte Rainers Handschlagqualität, medizinische Kompetenz und seine Art, mit Patienten umzugehen.

Stadtrat Gerald Gaishofer ehrte den Feuerwehrmann Erwin Wagesreiter, der sich schon seit 50 Jahren im Feuerwehrwesen engagiert, davon 14 Jahre als Kommandant der Feuerwehr Friedersbach. „Dein Engagement verdient besondere Anerkennung“, unterstrich Gaishofer.

Stadtrat Josef Zlabinger bat den langjährigen Obmann des UTC Rudmanns-Stift Zwettl, Wolfgang Herrsch, auf die Bühne. Vizebürgermeister Johannes Prinz zeichnete den leider abwesenden Franz Josef Wein aus, der jährlich tausende Besucher zur Floristik-Meistertitelverleihung nach Zwettl bringe. Außerdem ehrte Prinz Tanja Mengl: „Tanja und ihr Mann Ewald sind das Power-Pärchen der Innenstadt“, zeigte Prinz auf.

Helden des Alltags.

Alexander Rainer bedankte sich für alle Ausgezeichneten: „Es ist schön zu sehen, wenn die Arbeit von der Gemeinde und den Bürgern anerkannt wird.“ Bezirkshauptmann Michael Widermann bezeichnete die Geehrten als „Helden des Alltags“: „Euer Einsatz ist ein zartes Pflänzchen, die Anerkennung für eure Arbeit ist der beste Dünger.“

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister merkte an, dass es nicht selbstverständlich sei, sich ehrenamtlich zu engagieren. Zu den Fotos über den Umbau des Stadtamts sagte sie: „Ich kann mir nicht vorstellen, wie ihr das geschafft habt. Das Bild war ja ein Wahnsinn!“