Werk zeigt reiches Musikleben in Zwettl

Erstellt am 21. Dezember 2018 | 04:00
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Der Violinist und Autor Peter Erhart (4. v. l.) stellte sein Buch „Musik im Waldviertel – Beiträge zur Musikpflege in Zwettl“ im Sparkassensaal vor. Bürgermeister Franz Mold, Herausgeberin Doris Gretzel vom Waldviertler Heimatbund (WHB), Vizebürgermeister Johannes Prinz, Cellistin Ursula Erhart, Gattin und erste Lektorin des Autors, das Kammermusiktrio mit Gabriele Kramer-Webinger, Katalin Mezö und Josef Paukner sowie die Vizepräsidentin des WHB Bettina Machart (v. l.) zählten zu den Gästen.
Foto: Maria Moll
Autor Peter Erhart hat sich für seine Reihe diesmal auf intensive Spurensuche in der Bezirksstadt Zwettl gemacht.

Die Publikationsreihe „Musik im Waldviertel“ beleuchtet anhand archivalischer Überlieferung das Musikleben in ausgewählten Städten des Waldviertels.

Autor Peter Erhart stellte am Mittwoch den dritten Band seiner Veröffentlichungen im Rahmen dieser Serie im Sparkassensaal Zwettl vor. Nach Waidhofen und Eggenburg lieferte er „Beiträge zur Musikpflege in Zwettl“. Doris Gretzel, die Herausgeberin der Schriftenreihe, stellte den Waldviertler Heimatbund (WHB), einige Publikationen und deren Autoren vor. Sie erzählte auch, dass der 1960 in Waidhofen geborene Peter Erhart ab 1978 das Violinstudium in Wien mit Auszeichnung absolvierte. Seit 1982 ist er Mitglied des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich, seit 1986 als Stimmführer. Seine intensive Beschäftigung mit Musik in NÖ ab dem Jahr 1994 ließ in ihm die Vision einer Bücherserie entstehen.

„Und die Vision ist Wirklichkeit geworden“, sagte Erhart. Das umfangreiche Werk über das Musikleben in Zwettl, das neben dem Beruf intensive Recherchen über drei Jahre hindurch verlangte, zeigt erste spätmittelalterliche Hinweise bis herauf in die jüngste Vergangenheit. „Musik ist etwas Besonderes. Sie erklingt, erfreut (hoffentlich) und verklingt auch wieder. Man kann sie nicht wieder zurückholen.“

Da zeigte der Autor sich besonders dankbar für die gut zugänglichen, digitalisierten Unterlagen aus dem Stadtarchiv. „Weil man den Orten nachspürt, wo musiziert wurde, soll das Titelbild“ – mit Propstei und Stadtpfarrkirche – „diesbezüglich auf Kontinuität über Jahrhunderte hinweisen“, merkte Peter Erhart an.

In seinen Dankesworten drückte Bürgermeister Franz Mold die Hoffnung aus, „das Interesse geweckt zu haben, dem reichen Musikleben dieser Stadt nachzuspüren.“

Peter Erhart: „Musik im Waldviertel – Beiträge zur Musikpflege in Zwettl“, 404 Seiten, WHB, 23 Euro im Buchhandel.