Keine Ausstellung für Lebkuchen in Stift Zwettl. Werke des Konditormeisters Peter Forstner werden zwar verkauft, aber nicht groß ausgestellt.

Von Maria Moll. Erstellt am 29. November 2020 (05:21)
Peter Forstner und seine tüchtigen Bäckerinnen Renate Lederbauer (rechts) und Renate Eder.
Maria Moll

Eigentlich hätte die Ausstellung kunstvoll verzierter Lebkuchenhäuser mit feierlicher Eröffnung in der Orangerie des Stiftes Zwettl schon längst beginnen sollen. Doch heuer ist Corona-bedingt vieles etwas anders.

Konditormeister Peter Forstner und sein Team haben gemäß staatlicher Anordnung den Restaurantbetrieb im Stift geschlossen. Sie warteten ab, ob die alljährliche Ausstellung von Lebkuchenhäusern stattfinden konnte. Entwürfe und Pläne für die süßen Kunstwerke waren fertig, die praktische Ausführung nicht.

„Wenn offen geblieben wäre, hätten wir uns verstärkt engagiert und die Besucher in kleinen Gruppen in genügend zeitlichem Abstand durch die Schau geführt“, sagt Forstner. Nun ist die Ausstellung unter dem Titel „Faszination Lebkuchenhaus“ auf 2021 verschoben.

Kaufen kann man aber Lebkuchen auch heuer. Die neu gestaltete Knusperhütte wurde aus der Orangerie ins Restaurant verlegt. Der Verkauf geht so von statten, wie sonst das Abholen von Speisen aus einem Gastbetrieb. Telefonisch lässt sich das Adventgebäck vorbestellen beziehungsweise ein Zeitpunkt für die Begegnung am Standl im Stiftsrestaurant vereinbaren.

Hausbaukurse mit Lebkuchen wackeln

Schade ist, dass viele Termine für Lebkuchen-Hausbaukurse durch den Lockdown entfallen. Der nächstmögliche Kurs ist für das Wochenende am 6., 7. und 8. Dezember geplant.

Am 20. Dezember endet die letzte Gelegenheit, unter Anleitung sein eigenes Lebkuchenhaus für daheim anzufertigen. Allerdings sollten sich immer vier bis fünf Kursteilnehmer zusammenfinden. „Wir sind nächstes Jahr wieder im Betrieb tätig“, verspricht Forstner.

„Jetzt muss man mit Hausverstand an die Sache herangehen. Wenn ich auf mich selber schau und wirklich alles tue, was mich selber betrifft, dann schütze ich sowieso die anderen Menschen mit“, ist Forstner überzeugt. „Erst wenn in nächster Umgebung jemand von Corona betroffen ist, werden manche hellhörig.“