Zwettler Spitals-Cluster: Wo die Ansteckungen waren. Um das Landesklinikum Zwettl sind am Donnerstag insgesamt 57 Coronavirus-Infektionen gemeldet worden. Rückschlüsse der Infektionswege zeigt jetzt: 30 Menschen dürften sich im Spital angesteckt haben, der Rest außerhalb.

Von APA / NÖN.at. Update am 22. Oktober 2020 (14:46)
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Neue Zahlen rund um den Cluster im Zwettler Spital gab ein Sprecher von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) am 22. Oktober bekannt: Aktuell seien insgesamt 57 Infektionen auf das Krankenhaus zurückzuführen. Das habe sich aus einer Untersuchung der Infektionswege durch den Amtsarzt ergeben.

Landesklinikum Zwettl
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Der Landessanitätsstab habe den Weg des Virus in und aus dem Krankenhaus nachverfolgt. Ziel sei es, "die Infektionswege so schnell wie möglich zu kappen", so der Sprecher. Bis auf 14 Patienten, 15 Mitarbeiter und eine Besucherin sollen sich seit dem 9. Oktober alle weiteren Personen außerhalb des Krankenhauses angesteckt haben. "Möglicherweise sind einige der Infizierten schon wieder genesen", hieß es aus dem Büro der Landesrätin.

20 Infektionen an zwei Tagen

In den vergangenen sieben Tagen kamen im Bezirk Zwettl 48 neue Infektionen dazu. Hatten die Behörden vor allem am Wochenende alle Hände voll zu tun, war auch der Dienstag arbeitsintensiv: Alleine an diesem Tag wurden zehn Infektionen registriert, wie zuvor auch am Samstag.

Wir berichteten hier:

Weite neue Fälle in Pflege- und Betreuungszentren

Auch in niederösterreichischen Pflege- und Betreuungszentren (PBZ) wurden am Donnerstag neue Fälle gemeldet. Die Zahl der Erkrankten stieg im PBZ Maria Enzersdorf (Bezirk Mödling) auf 48. In einem Zentrum in Zistersdorf (Bezirk Gänserndorf) wurden zwei weitere Patienten registriert, sodass hier bisher 49 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Im PBZ St. Peter in der Au (Bezirk Amstetten) kletterte die Zahl der Betroffenen um drei auf 30. Aktuell befanden sich laut Sprecher von Königsberger-Ludwig 13.184 Personen im Bundesland in Quarantäne.

Bundesschulen im Bezirk Mödling nehmen an Pilotprojekt mit Antigentests teil

Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) und Bildungsdirektor Johann Heuras kündigten unterdessen die Teilnahme an dem Pilotprojekt des Bildungsministeriums für Antigentests in Schulen an. Nach den Herbstferien soll es an den Bundesschulen im Bezirk Mödling gemeinsam mit den Bundesschulärzten durchgeführt werden.

"Mit diesem neuen Instrument erhoffen wir uns schnelle Klarheit in den Schulen zu schaffen und dadurch einen reibungsloseren Ablauf des Unterrichts zu garantieren", hielten Teschl-Hofmeister und Heuras fest.