Daham is daham…

Erstellt am 15. Juni 2011 | 00:00
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Foto: NOEN
KABARETT / Gregor Seberg landete sanft mit „Oh du mein Österreich?!“ im Bühnenwirtshaus in Guten-stein???-brunn.

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„Österreicher“ Gregor Seberg mit den „Waldviertlern“ Bühnenwirt Dieter Juster, Gerald Fragner und Nadine Fragner von der Kulturinitiative Weinsbergerwald.WOHLMUTH
Foto: NOEN

VON PAMELA WOHLMUTH

GUTENBRUNN / „Danke für den Applaus! Schön, dass Sie hier waren!“, öffnete Schauspieler und Kabarettist Gregor Seberg den Abend. Woraufhin Bühnenwirt Dieter Juster entgegnete: „War eh meiner!!!“ Seberg konterte mit, „War eh so wenig!“ Derartig verlief der Abend weiterhin. Gregor Seberg reagierte auf sein Publikum, bezog es ein und ließ sich in Diskussionen verstricken, dergestalt dass sich sein Techniker Raphi um die Länge des Abends zu sorgen begann.

Mit einem lauten „Au“ landete „Georg“ Seberg nach fast 30 Jahren ziviler Abstinenz hinter der Bühne. Georg, der sanftere sensiblere Bruder von „Gregor“, erschien und erläuterte nun sein bisheriges Leben vom bösen Bruder Gregor auf einer Alm, nur mit Staatsfernsehen versorgt, weggesperrt. Nun stellte sich die Frage - welches Bundesland nun das Beste sei?!? In diesem sollte Georg um Asyl ansuchen.

Aber eigentlich wollte Gregor nur seinen Bruder Georg vor den Österreichern beschützen, die ja eigentlich ja eh, alle eh irgendwie, ja eh so san, irgendwie...

Spitzen gegen Politik folgten, dass man zu einer Politikerin namens Maria nun doch gerechtfertigt Schottermitzi sagen könnte, den „eh lieben“ Randparteien, manch durchsichtigen Politikern großer Parteien und den allseits beliebten Eurofightern.

Im zweiten Teil folgte eine Rundreise durch die Bundesländer mit Reisebegleitern, die stets den Namen des Landesobersten trugen. Im Burgenland darf sich die Bevölkerung freuen. Die grünen Landesverteidiger konnten 22.550 Hendln das Leben vor Füchsen retten. Brot und Spiele - Museens und Sommertheater - gab der Landesfürst des größten Bundeslandes des Staatsgebietes, in dem sich alles dreht, nicht nur wegen der großen Anzahl an Kreisverkehren, sondern auch wegen dem Weindi. Mit dem Zug reiste man in die stille, leise grüne Mark, von hier gelangten die Zuschauer in das Griechenland Österreichs, wo manch Entscheidungsträger Minimundus-Monopoly spielte und verlor. Die Gabi fuhr dann durch Salzburg Stadt und machte den Unterschied zu Salzburg Land klar. Beim Josef gab es wiederholt und träge Wälder, Wiesen, Felder und Natur und selbstverständlich auch ein Bier. Und im heiligen Land Tirol, beim Günther, den Palästinensern Österreichs gibt es sowieso keine Fremden. Der Arlberg schützt so in folge die Vorarlberger vor dem Rest Österreichs, um hier Asyl zu bekommen, müsste man Käse, Architekt sein oder Geld haben. Beim Wirten und Gott Michi z’Wean, der es sogar regnen lassen konnte, wurde an den 23 Tischen immer gmotschgert.

Gottseidank sama im Waldviertel...