Der Nowak war da

Erstellt am 20. März 2013 | 00:00
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Kabarett im Bühnenwirtshaus /  „Juchuu! 30 Jahre Nowak“ – Beim Juster hielt er Rückblick auf sein künstlerisches Schaffen.
Von Brigitte Lassmann-Moser

GUTENBRUNN / 1997 war er mit seinem ersten Soloprogramm „Einer muss der Nowak sein“ erstmals im Bühnenwirtshaus zu Gast, am vergangenen Samstag konnte Dieter Juster den Schauspieler und Kabarettisten zum zweiten Mal in seinem Haus begrüßen. Diesmal hieß es: „Juchuu! 30 Jahre Nowak“.

Reinhard Nowak – bekannt aus dem „Kaisermühlenblues“ und „Die Lottosieger“ – ist also seit 30 Jahren im Showgeschäft. Er macht es nicht des Geldes wegen, wie er betont, „sondern weil‘s so viel Spaß macht“. In Gutenbrunn betrat er im schwarzen Anzug mit Mascherl die Bühne – immerhin nahm er hier den Farkas-Waldbrunn-Preis entgegen. Und aus seiner anfangs stockenden „Dankesrede“ wurde ein mehr als zweistündiger, auch gesanglich untermalter Streifzug durch die letzten 30 Nowak-jahre.

Der Künstler erzählte aus seinen Anfangszeit als Komparse am Theater an der Josefstadt und als Statist beim Film, philosophierte darüber, was es heißt, prominent zu sein („Da ist Schluss mit Nacktbaden!“), erzählte von fehlenden Groupies ebenso wie von desillusionierenden Dreharbeiten für Sexszenen und gab Kostproben aus seinen alten Programmen. „Man wird älter, reifer, hat mehr Intellekt – und einen höheren Cholesterinspiegel. Da findet man alte Programme oft gar nicht mehr so lustig“, meint der Kabarettist, der sich ein wenig auch als „Prediger“ fühlt, dem das Publikum glaubt, was er erzählt…

Ob Nowaks Erinnerungen der Wahrheit entsprechen oder nur gut erfunden sind, weiß man am Ende nicht. Das Publikum in Gutenbrunn, das anfangs noch etwas verhalten reagierte – Zuhörer mussten wie der Kabarettist selbst erst „warm“ werden –, hat sich jedenfalls bestens unterhalten…