Die Lager sind gefüllt

Erstellt am 17. November 2010 | 00:00
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Foto: NOEN
WINTERDIENST / Straßenmeistereien und Mietfrächter sind auf den Winter vorbereitet. Die ersten Einsätze liegen hinter ihnen.

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Die Straßenmeistereien haben, um für den Winter gerüstet zu sein, ihre Lager mit Splitt und Salz gefüllt.STRASSENMEISTEREI ZWETTL
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BEZIRK ZWETTL /  Sie sind im Winter für die Sicherheit der Autofahrer auf den Landesstraßen täglich von 2 Uhr bis 22 Uhr im Einsatz: die Mitarbeiter der Straßenmeistereien. Derzeit sind sie dabei, die Streugeräte zu checken, Schneezeichen zu setzen und Streugut einzulagern.

Bereits am 21. Oktober hat Glatteis den ersten Einsatz im Bereich der Straßenmeisterei Allentsteig verursacht. Auf dem 247 km umfassenden Straßennetz sind laut Straßenmeister Franz Edinger etwa zwei Drittel der Schneezeichen und ein Drittel der Schneezäune gesetzt. „Für uns ist die LB 2 im Wild-Abschnitt der neuralgische Punkt. Hier sind täglich 7000 Fahrzeuge unterwegs, und wegen Waldverwüstung wurde hier ein Salzstreuverbot verhängt.“

Der erste Schnee fiel heuer im Gebiet der Straßenmeisterei Groß Gerungs, die ein Straßennetz von 225 km betreut, bereits am 25. Oktober. Räum- und Streukommandos waren auf der B 38 Richtung Oberösterreich und in Purrath unterwegs. Als neuralgische Stellen bezeichnet Straßenmeister Christian Springschitz die Salzstrecken. „Salzstrecken auf einer Seehöhe von rund 800 m sind bei dem doch eher geringen Verkehrsaufkommen sehr schwer zu betreuen. Neuschnee und Salz verursachen Schneematsch, und das ist eine gefährliche Mischung. Die Wirkung des Salzes ist hier geringer als auf stark befahrenen Durchzugsstrecken mit geringerer Seehöhe.“

Zwei Glatteiseinsätze haben auch die Bediensteten der Straßenmeisterei Ottenschlag schon hinter sich. „Mit 267 Kilometern haben wir das längste Straßennetz zu betreuen. Um dies auch weiterhin gut bewältigen zu können, steht uns heuer ein zusätzlicher Frächter zur Verfügung“, erklärt Straßenmeister Franz Blabensteiner. Zu den neuralgischen Stellen zählt für ihn die B 36 von der Schafberger Höhe bis Martinsberg – 20 km die es bei Verwehungen in sich haben.

Obwohl die Straßenmeisterei Zwettl auf ihrem 250 km langen Netz noch keinen Einsatz hatte, wird es bei Schneefall gleich in der Stadt kritisch. „Weißenberg, Weinberg, Moidramser Berg, Weitraer Straße (Demutsgraben) mit jeweils hohem Verkehrsaufkommen sind neuralgische Stellen. Dazu zählen noch der Ritterkamp- und der Rastenberger-Berg“, berichtet Straßenmeister Christoph Berger. „Durch die neu eröffnete Umfahrung Großhaslau wird es notwendig, die Kapazitäten der Salzstreuung mehr auf diesen Abschnitt zu konzentrieren. Aus diesem Grund wird der Bereich der Landesstraße 67 von Gerotten bis Germanns wieder mit Splitt bestreut“, so Berger.

Wie jedes Jahr werden von allen vier Straßenmeistereien im Winterdienst neben den eigenen Fahrzeugen auch Frächter eingesetzt.