Die skurrile Suche nach dem Kakapo

Erstellt am 26. November 2013 | 23:59
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Web-Artikel 19331
Foto: NOEN, Brigitte Lassmann-Moser
Lesung mit Musik / Schauspielerin Adele Neuhauser las in Zwettl aus „Die Letzten ihrer Art“, musikalisch unterstützt von „Edi Nulz“.
Von Brigitte Lassmann-Moser

ZWETTL /  „Einen ganz besonderen Abend“ versprach Martina Kainz, als sie namens des Kulturvereins „Syrnau“ am Dienstag der Vorwoche im ausverkauften sparkasse.event.raum die Gäste begrüßte – und es wurde ein ganz besonderer Abend.

Zu Gast in Zwettl war die Schauspielerin Adele Neuhauser, bestens bekannt als Julie Zirbner in „Vier Frauen und ein Todesfall“ und als Tatort-Ermittlerin Bibi Fellner. Vermittelt hatte diesen Auftritt die Familie Kastner, die mit Neuhauser seit langem freundschaftlich verbunden ist.

Adele Neuhauser las an diesem Abend aus dem Buch „Die Letzten ihrer Art“ des englischen Schriftstellers Douglas Adams – lustige, zum Teil auch skurrile Textpassagen, von der Suche nach dem Kakapo auf Neuseeland, über eine menschenfressende Echse auf Komodo, bis zum abenteuerlichen Kauf von Kondomen in China, mit denen man ein Mikrofon wasserdicht machen wollte, um Delfine im Jangtse zu belauschen.

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Besondere Lesung: Edeltraud und Peter Kastner, die Musiker Siegmar Brecher, Valentin Schuster und Julian Adam Pajszs, Stefan Kastner (vorne, v. l.), Antonia und Christof Kastner, Schauspielerin Adele Neuhauser (mittlere Reihe) sowie Michaela Schierhuber, Romana Leitner, Angelika Mitterecker, Heidi Widy und Martina Kainz vom Kulturverein „Syrnau“.
Foto: NOEN, Brigitte Lassmann-Moser

Unterstützt wurde sie dabei von der Gruppe „Edi Nulz“, die sich aus drei jungen, emporstrebenden, hervorragenden Musikern zusammensetzt: Dem Bassklarinettisten Siegmar Brecher, dem Schlagzeuger Valentin Schuster sowie dem Gitarristen Julian Adams Pajzs. Letzterer ist der Sohn von Adele Neuhauser, und diese steht mit ihm im Rahmen dieses Projektes erstmals gemeinsam auf der Bühne.

„Edi Nulz“ präsentierten nicht nur Stücke aus ihrer neuen CD – eine Mischung aus Jazz, Rock und Indie –, sondern untermalten auch Neuhausers Lesung musikalisch – simulierten mit ihren Instrumenten, u.a. unter Verwendung von zwei Klobesen, die Geräuschkulisse auf einem Flughafen ebenso wie kreischende Hühner, den Lockruf des Kakapos oder das Rauschen des Flusses Jangtse. Unglaublich, welche Laute die drei Musiker den verschiedensten „Werkzeugen“ entlockten.

Und so wurde die Lesung zu einer Erlebnislesung, nein, fast schon zu einem Hörspiel. Es war ein Abend, der in dieser Kombination nur selten zu hören ist.