Fernwärme-Millionenprojekt in Echsenbach geplant. Weil Biogas-Anlage Ende 2022 Betrieb einstellt, steigt Echsenbach in GmbH ein, die neue Produktionsanlage bauen soll. Gesamtkosten: 3 Millionen Euro. Förderung steht aus.

Von Markus Füxl. Erstellt am 29. Oktober 2020 (04:58)
Wolfgang Sinhuber (Mitte) feierte vor kurzem seinen 50. Geburtstag. Nach der Gemeinderatssitzung gratulierten Christian Kletzl, Bettina Hofmann, Maria Kletzl und Josef Baireder.
Markus Füxl

Mit einem Dringlichkeitsantrag wandte sich ÖVP-Bürgermeister Josef Baireder bei der jüngsten Gemeinderatssitzung an seine Kollegen:

Weil eine Förderschiene wegfällt, stellt der bisherige Biogas-Lieferant seinen Betrieb voraussichtlich Ende 2022 ein. Gemeinsam mit der Fernwärme Waldviertel habe man sich jetzt um Alternativen umgeschaut.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, als Gemeinde mit einer Beteiligung von 13 Prozent eine GmbH mit der Biogas-Waldviertel (60 Prozent Beteiligung), Fernwärme Echsenbach und Hartl Haus (je 13,5 Prozent) zu gründen, Kostenpunkt für die Gemeinde dafür: 4.550 Euro.

Die GmbH soll in Echsenbach eine neue Anlage bauen, wo aus Schleifholz Gas produziert wird. Abwärme soll rückgeführt und eingespeist werden. Die Gesamtkosten für dieses Projekt beziffert Baireder aktuell mit 3 Millionen Euro.

Ob die Anlage gebaut wird, hänge aber auch von einer noch nicht beschlossenen Bundesförderung von 20 Cent pro Kilowatt ab. Kommt diese nicht, kommt auch die Anlage nicht, sagt Baireder.

Geburtstag und freies WLAN

Bei der Gemeinderatssitzung wurde unter anderem auch der Auftrag für den Bau eines gratis WLAN-Netzes bei den Sportanlagen, Fest- und Marktplatz sowie beim Museum und Schulvorplatz an die Firma „Service IT“ um 12.166 Euro vergeben sowie die Sanierung der Teichanlage und den Ankauf eines neuen Traktors um 41.700 Euro beschlossen, alles einstimmig.

Dem geschäftsführenden Gemeinderat Wolfgang Sinhuber wurde ein Geschenkskorb anlässlich seines 50. Geburtstages überreicht.