Edelhof behält seine Pferde

Erstellt am 28. Oktober 2013 | 21:27
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Eva Fischhuber
Foto: NOEN
Neues Ausbildungsangebot / Pferdewirtschaft sollte ganz auf Tullnerbach konzentriert werden. In unserer landwirtschaftlichen Schule hat man aber erfolgreich um die Pferde gekämpft.
Von Brigitte Lassmann-Moser

EDELHOF / Erfolgreich gekämpft hat die Landwirtschaftliche Fachschule um ihre Pferdewirtschaft. Dank eines neuen Ausbildungsangebotes können die Pferde am Edelhof bleiben.

Bisher haben die Schüler der Fachschule Tullnerbach ihr letztes Ausbildungsjahr am Edelhof absolviert. Nachdem die Landesregierung beschlossen hat, dass das um 29 Mio. Euro ausgebaute Tullnerbach nur noch einen Schwerpunkt haben wird, nämlich Pferdewirtschaft, hätte die Zwettler Schule ihre Pferde aufgeben müssen. Landesrätin Barbara Schwarz hat den Edelhofern aber eine menschliche Lösung versprochen. Und diese dürfte nun gefunden sein.

Ausbildung für Pferdewirtschaft 

Ab kommendem Jahr will man – ähnlich wie die Ausbildung zum Tischler/Zimmerer sowie Maurer im Rahmen der Mehrberuflichkeit – am Edelhof einen vierten, zweitberuflichen Jahrgang für Pferdewirtschaft mit Schwerpunkt Landwirtschaft anbieten, der speziell für Bauern, die Pferde einstellen, Reiturlaube am Bauernhof oder ähnliches anbieten, gedacht ist.

„Auch Tullnerbach wird uns in Zukunft noch brauchen und mit jeder Gruppe je zwei Wochen zu uns ins Waldviertel kommen, um hier ihr Fahrtraining zu absolvieren, für das wir das ideale Gelände hier haben“, erklärt Johann Graf, interimistischer Leiter der Burschenfachschule. Damit und mit den Facharbeiter- und Meisterkursen für Pferdewirtschaft, die auch weiterhin angeboten werden, können die derzeit 20 Pferde am Edelhof bleiben. Jetzt fehlt nur noch ein Beschluss im Landtag, die Schule selbst ist, wie Graf betont, startklar, am Lehrplan wird bereits gearbeitet.

Nur eine Direktion

Aber nicht nur bei der Pferdewirtschaft sollte am Edelhof eingespart werden. Es soll künftig für alle drei Schulen – Burschen-, Mädchen- und Berufsschule – nur eine Direktion geben, Administratoren oder Fachvorstände sollen den Direktor unterstützen. Dass Einsparungen notwendig sind, ist den Betroffenen klar, andererseits fürchtet man aber, dass dadurch zwei Schulen auf der Strecke bleiben könnten – und immerhin ist die Mädchenschule niederösterreichweit die zweitgrößte.

Aber auch hier hat Landesrätin Schwarz ihre Unterstützung zugesagt, und man hat sich geeinigt, dass eine gemeinsame Direktion erst nach der Pensionierung der beiden Direktoren Erna Stiermaier und Karl Deimel in ein paar Jahren schlagend wird. Der Direktorsposten der Burschenschule ist nach der Pensionierung von Franz Breiteneder übrigens bis heute noch nicht ausgeschrieben.