Ein Hauch von Frühlingsstimmung

Erstellt am 30. September 2013 | 22:01
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Klassik um fünf / Morgenstimmung, Moldau und Mondschein waren die drei tragenden Themen der gut besuchten Konzertreihe.
Von Maria Moll

ZWETTL / Das sonntägige Konzert „Klassik um 5“ hatte drei große Themenbereiche: Morgenstimmung, Moldau und Mondschein. Die Veranstaltung in der Aula der Sportmittelschule war gut besucht. Katalin Mezö, Violine, und Gabriele Kramer-Webinger, Klavier, leiteten mit „Morgenstimmung“ von Edvard Grieg (1843-1907) ein - zwei kongeniale Musikerinnen spielten zart, duftig und schön. Mit der „Frühlingssonate“ von Ludwig van Beethoven (1770-1827) ließen die beiden Künstlerinnen trotz kaltem Sonntagswetter sofort Frühlingsstimmung aufkommen.

Joachim Adolf, die dritte Säule im Betrieb der Zwettler Klassikkonzerte, brachte sich gesanglich ein, von Gabi am Klavier begleitet. Mit „Im Frühlingsanfang“ von W. A. Mozart (1756-1791) entwarf er musikalisch ein frisches, buntes Bild des Frühlingserwachens. Romantisch „Die Mondnacht“ - „Es war, als hätt? der Himmel die Erde still geküsst.“ - von Robert Schumann (1810-1856) und das „Lied an den Abendstern“ aus „Tannhäuser“ von Richard Wagner (1813-1883).

Schüler und Lehrer  musizierten gemeinsam

Natürlich traten die Musikerinnen auch zusammen mit ihren Schülerinnen auf. Katalin hatte mit einem großen Streicherensemble „Die Moldau“ von Bedrich Smetana (1824-1884) einstudiert. Gabi saß mit Laura Helmreich am Klavier, als sie mit deren Schwester Colette, Violine, das Werk „Bächlein - Strom“ der im Konzert anwesenden Komponistin Silvia Sommer zu Gehör brachten.

Stolz auf die nachfolgende Generation an Pianisten dachte Gabi Kramer an ihre geruhsame Pension, wenn Laura Helmreich mit „Regentropfen - prelude“ eine sehr reife Leistung bot oder David Göls keine Scheu vor dem schwierigen Werk des Louis-Claude Daquin (1692-1772) zeigte und „Der Kuckuck“ in rasantem Tempo aufführte. Ebenso überzeugend Viktoria Koppensteiner mit Beethovens „Mondscheinsonate“. David Göls erwies sich auch als einfühlsamer Begleiter am Klavier, wenn Romy Mayr ihren hellen Sopran erhob mit „Die Forelle“ von Franz Schubert (1797-1828), „Die Lotusblume“ von Robert Schumann oder „Claire de Lune“ von Gabriel Faure (1845-1924). Und er spielte mit Andrea Wittmann, Violoncello, „Der Schwan“ aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint Saens (1835-1921).