Sauer auf die Post

Erstellt am 22. September 2010 | 00:00
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Foto: NOEN
Gemeinde hätte gerne die Postservicestelle in Schwarzenau betrieben.

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Einigkeit zwischen ÖVP und SPÖ: Die Gemeinde soll die Postservicestelle betreiben. Der Zug dafür dürfte aber bereits abgefahren sein. Im Bild Bürgermeister Karl Elsigan (r.) und sein Vize, Leopold Aschauer (l.) mit den SPÖ-Mandataren Johann Palkovich und Josef Kromsian (M.).
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SCHWARZENAU / Etwas verärgert ist man in der Schwarzenauer Gemeindestube, weil nach der angekündigten Schließung des örtlichen Postamtes nicht mit der Gemeinde als künftiger Postpartner verhandelt wurde.

Die Postverantwortlichen sind derzeit auf der Suche nach Postpartnern – so auch in Schwarzenau. Dort würde die Gemeinde, falls die Bedingungen stimmen, die Postservicestelle übernehmen. „Die Gemeinde wäre interessiert, als Postpartner das Postamt am jetzigen Standort weiterzuführen. Doch die Postverhandler haben die Gemeinde ignoriert und mit allen anderen verhandelt – nur nicht mit uns“, ärgert sich Bürgermeister Karl Elsigan – auch darüber, dass er „der Letzte gewesen ist, der von den Plänen der Post erfahren hat“. ÖVP und SPÖ sind sich einig, dass die Gemeinde als Postservicestelle auftreten sollte, und man hofft auf ein entsprechendes Angebot der Post.

Ein solches wird aber wohl nicht mehr einlangen, denn mittlerweile hat die Post bereits die Trafik Pichler als neuen Postpartner vertraglich verpflichtet, wie Postsprecher Stephan Fuchs betont. Dass Gemeinden als Postpartner nicht erwünscht seien, dementiert er: „Ganz im Gegenteil, wir haben bereits über 80 Gemeinden als Postpartner, Gemeinden stellen eine der stärksten Gruppen dar.“ Freilich könne eine Gemeinde z.B. mit einer Trafik vor allem in Sachen Öffnungszeiten nicht mithalten. „Und wenn wir schon einen Postpartner haben, warum sollten wir den vor den Kopf stoßen?“