Zwettler Umfahrung geht in die Zielgerade

Erstellt am 28. Juni 2017 | 05:00
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An der Anschlussstelle Rudmanns der Umfahrung Zwettl werden gerade die letzten Meter asphaltiert. Landtagsabgeordneter Franz Mold, Landesrat Ludwig Schleritzko und Bürgermeister Herbert Prinz besuchten die Arbeiter.
Foto: Markus Füxl
An der Zwettler Umfahrung finden die letzten Arbeiten statt. Eröffnung ist am 30. Juli.

Im Rahmen der Bauarbeiten für die neue Umfahrung Zwettl werden aktuell die letzten Meter Asphalt eingebracht. Das Projekt befindet sich damit in der Zielgeraden. Bis zur feierlichen Verkehrsfreigabe am 30. Juli gibt es aber noch ein paar offene Baustellen.

Das Bauvolumen der rund 155 Millionen schweren Umfahrung ist beeindruckend: 1,300.000 m³ Erde - das entspricht viermal dem Volumen des Neusiedler Sees - wurden bewegt. Auf der Gesamtlänge (10,7 km) brachten die Straßenarbeiter 193.000 m² Asphalt ein. Das entspricht umgerechnet der Fläche von 27 Fußballfeldern.

Die letzten Meter werden gerade an der Anschlussstelle Rudmanns aufgetragen. Landesrat Ludwig Schleritzko machte sich am 26. Juni selbst ein Bild von der Fertigstellung. „Die Umfahrung Zwettl ist ein Meilenstein in der Verkehrspolitik des Landes Niederösterreich im Waldviertel. Sie wird die Lebensqualität und die Verkehrssicherheit für die Bürger verbessern und die Standortqualität für die Wirtschaft erhöhen“, so Schleritzko.

Beteiligte arbeiten am letzten Feinschliff

Aktuell fließt noch der gesamte Verkehr der Landesstraßen

B 36, B 38 und L 71 durch das Zwettler Stadtgebiet. Mit der fertigen Umfahrung erwartet sich der Straßendienst NÖ eine Verkehrsentlastung von bis zu 50 Prozent. Bis dahin arbeiten die beteiligten Baufirmen am Feinschliff: Acht Kilometer Bankette, sieben Kilometer Leitschienen sowie vier Kilometer Windschutzzaun müssen noch fertiggestellt werden.

Derzeit fehlen auch noch 90 Prozent der Bodenmarkierungen und der Leitpflöcke sowie Schneestangen. An den Brückengeländern müssen noch Beschichtungen angebracht werden und von den insgesamt 20 km Wirtschaftswegen müssen noch knapp 1,5 km fertiggestellt werden.

An einem Teil der alten Landesstraße B 38 arbeitet man noch an Muldenausformungen und an einer Rekultivierung, so etwa zwischen den Anschlussstellen Rudmanns und Zwettl Ost.

„Public-Private-Partnership (PPP)-Projekt“

Die Umfahrung Zwettl läuft als sogenanntes „Public-Private-Partnership (PPP)-Projekt“. Dabei werden einem privaten Auftragnehmer die Finanzierung, die Bauplanung, der Bau der Umfahrung sowie die Erhaltung auf eine Vertragsdauer von 28 Jahren übertragen. Gerade deshalb habe man auch darauf geachtet, die Umfahrung am vertraglich frühestmöglichen Termin zu eröffnen.

Aktuell soll die feierliche Verkehrsfreigabe am 30. Juli stattfinden. Dabei finden am Vormittag noch ein Rad,- sowie ein Laufrennen auf abgesperrter Strecke statt. Ab 1. August ist die Umfahrung für den Verkehr geöffnet.

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