„Flying Fox“ in Zwettl ist fast fertig. Die NÖN testete vorab neue Seilrutsche im Pfadfinder-Abenteuercamp.

Von Markus Füxl. Erstellt am 06. März 2019 (04:50)

Die Arbeiten am Abenteuercamp der Zwettler Pfadfinder im Stadtpark gehen in die finale Phase. Vor Kurzem ist auch die Seilrutsche, ein sogenannter „Flying Fox“, installiert worden. Die NÖN durfte sie exklusiv vorab testen.

„Es fühlt sich an, als würde man sich wie Indiana Jones über eine Schlucht schwingen“, sagt Gruppenleiter Christian Wagner. Die Seilrutsche führt über vier Stationen durch den gesamten hinteren Teil des Stadtparks. Startpunkt ist das hölzerne Baumhaus, das die Firma Penz in den letzten Wochen errichtet hat. Anschließend daran installierten die Arbeiter die Seilrutsche.

Das Seil ist in Summe 110 Meter lang und führt über drei Plattformen, die an Bäumen befestigt sind, durch den ganzen Park zurück zum Baumhaus. „2,1 Prozent Gefälle braucht man für eine solche Rutsche. Die haben wir hier locker“, erklärt Stephan Huber von der Firma Penz. Startpunkt ist in 8,5 Metern Höhe. Dort hängt man sich in das Seil. An den Stationen müssen die Benützer die Karabiner selbst lösen und sich jeweils in den nächsten Seilabschnitt einhängen. Der Gurt ist dabei mit einem Hochsicherheitssystem verbunden, das immer nur einen der beiden Karabiner gleichzeitig öffnen lässt.

Auf diese Art kann man in luftigen Höhen durch den gesamten Park „rutschen“. Der letzte Abschnitt führt wieder zurück in das Baumhaus. Von dort soll in den nächsten Tagen noch ein weiteres Seil zurück auf den Boden aufgezogen werden, das dann der letzte Abschnitt des Flying Fox ist.

Abenteuercamp soll Ende April fertig sein

Die Seilrutsche ist ein Teil des geplanten Abenteuercamps der Zwettler Pfadfinder (die NÖN berichtete ausführlich). Der Flying Fox und das Baumhaus sowie zwei „Nebenbaumhäuser“ werden nur unter Beaufsichtigung der Pfadfinder geöffnet. Es soll aber auch möglich sein, dass sich Schulen und Kindergärten einen Termin ausmachen können und dass der Flying Fox für Gemeindeveranstaltungen, etwa beim Ferienspiel oder beim Braustadtfest, offen ist. Der Flying Fox wird jährlich vom TÜV geprüft sowie zwischendurch durch Sichtkontrollen der Pfadfinder begutachtet.

Das Abenteuercamp mit einem Erlebnisparcours wird für die Öffentlichkeit frei zugänglich sein. Dort gibt es dann einen „Biberhaufen“ (einen Kletterbereich mit mehreren Holzstämmen), eine Hangelstrecke, einen Bereich mit Slacklines, einen Holzbalancierbereich, mehrere Sprunginseln, ein Schwingeck, einen Bachlauf mit Steinen sowie einen Balancierpfad. Die Arbeiten sind fast fertig, als nächstes werden eine Feuerstelle und ein großes Namensschild beim Eingang installiert.

Der Park ist bis zum Abschluss der Arbeiten gesperrt. „Wir liegen aber gut im Zeitplan“, sagt Wagner im Gespräch mit der NÖN. Ende April soll das Abenteuercamp fertig sein. Eine offizielle Eröffnung ist für den 4. Mai geplant.