Happy End für Friseurteam „Klier“ in Zwettl. Filiale im Betriebsgebiet in Zwettl soll als „hair-fair“ nach dem Lockdown neu eröffnen. Arbeitsplätze bleiben erhalten.

Von Joachim Brand. Erstellt am 26. November 2020 (04:23)
Elisabeth Eibensteiner, Sara Holzweber, Elisabeth Stiedl, Petra Prinz, Sabrina Hackl, Sonja Wagner und Jennifer Böck freuen sich weiterhin im Friseursalon arbeiten zu können.
privat

Wenige Tage nach dem NÖN-Bericht über die Schließung des Zwettler Friseurs „Klier“ ist die Übernahme durch die Friseurkette Strassl auf der Zielgeraden.

Die Angestellten in Zwettl erwischte es in den letzten Wochen heiß und kalt. Erst kam die unerwartete Botschaft über ein Konkursverfahren der Kette, später erreichte die Betroffenen die erlösende Nachricht über die einstweilige Weiterführung des Geschäfts. Das Aufatmen währte nur kurz.

Der plötzliche Lockdown besiegelte die endgültige Schließung der Zwettler Filiale. Inzwischen gibt es aber wieder berechtigte Hoffnung. Unter dem Namen „hair-fair“ soll das Geschäft in der Industriezone neu eröffnet werden. Es ist das erste Geschäft aus der Konkursmasse, welches bald den Besitzer wechseln dürfte.

Parteien sind sich zur Übernahme einig

Verhandlungen der Strassl Gruppe mit Konkursverwaltung und der Hausvermietung konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Der Junior Chef der Friseur Kette Strassl, Peter Schaider bestätigt im NÖN-Telefonat eine Übernahme mit großer Sicherheit. „Wir sind uns im Prinzip handelseinig. Die Gespräche verliefen positiv. Es fehlt nur noch die Unterschrift mit der Hausverwaltung in der Industriezone“. Die Strassl Gruppe positioniert sich damit in Zwettl mit einer zweiten Filiale.

Inzwischen drängen sich mehr als ein Dutzend örtliche Friseure um einen heiß umkämpften Markt. Die designierte Salonleiterin Elisabeth Stiedl sieht vor allem in der städtischen Billigkonkurrenz eine Wettbewerbsverzerrung. „Wir haben strikte hygienische und kaufmännische Auflagen. Wir halten uns streng an die Abstandsregeln und die Maskenpflicht. Bei uns wird jeder nach Kollektivlohn bezahlt. Mit Dumpingpreisen ist das nicht machbar“, meinte die Salonleiterin zu ungleichen Angeboten.

Gegenwärtig überwiegt aber die Freude über den baldigen Neuanfang. Die Arbeitsplätze von sechs Angestellten, davon vier in Teilzeit und zwei Friseurlehrlingen bleiben erhalten.

„Guter Haarschnitt wird immer gebraucht“

Die Coronazeit und der Lockdown werden natürlich ihre Spuren hinterlassen. Der Ausfall vieler Veranstaltungen – und vor allem der Bälle – führten schon jetzt zu einem Kundenrückgang. An der Aus und Weiterbildung führt dennoch kein Weg vorbei.

„Es ist uns wichtig, unseren Lehrlingen das entsprechende Können zu vermitteln. Einen guten Haarschnitt und eine gute Frisur wird man immer brauchen“, ist Salonleiterin Elisabeth Stiedl überzeugt.